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Warum es so schwerfällt, "Nein "zu sagen – und warum ein Nein manchmal ein Ja zu sich selbst ist

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Volontärin · BG / BRG Schwechat
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22.03.2026
2 Min.

Ich sitze in meinem Zimmer und mein Handy fängt an zu klingeln. Meine Cousine ruft an und fragt, ob ich mit ihr ins Kino will. Ich bin müde, habe Kopfschmerzen und wirklich keine Lust und trotzdem fühle ich mich schlecht wenn ich „Nein“ sage. Aber wieso fühlt man sich eigentlich so wenn es doch sein gutes Recht ist?

Nein sagen ist machmal ein Ja zu einem selbst. (Foto: Gerd Altmann)

Vier einfache Buchstaben sind für viele Menschen echt schwer auszusprechen. Sie sagen „Ja“, obwohl sie eigentlich „Nein“ meinen. Aus Angst, andere zu enttäuschen, Konflikte auszulösen oder egoistisch zu wirken. Auch mir, als ziemlich ehrlicher und direkter Mensch, fällt auf, dass ich mich manchmal schlecht fühle nachdem ich zu irgendetwas „nein“ sage.

Warum es schwer fällt

Schon in der Kindheit lernen viele Menschen, angepasst und hilfsbereit zu sein. Wer brav ist, Rücksicht nimmt und anderen entgegenkommt, wird häufig gelobt. Dazu kommt die Angst vor Ablehnung. Viele befürchten, als unfreundlich, egoistisch oder wenig teamfähig wahrgenommen zu werden. Deshalb sagen wir lieber Ja – selbst dann, wenn wir eigentlich keine Zeit oder keine Kraft mehr haben. Außerdem kommt bei manchen auch noch sogenannte „Fomo“( Fear of missing out) dazu, das bedeutet grundsätzlich man hat Angst etwas zu verpassen wenn man nicht dabei ist. Das tritt oft auf wenn man irgendwo als Gruppe hingehen würde.

Nein sagen bedeutet nicht, egoistisch zu sein

Ein Nein richtet sich nicht automatisch gegen eine andere Person. Es ist oft nichts persönliches oder gegen eine andere Person gerichtet. Oft ist es vielmehr ein Ja zu einem selbst. Wer Grenzen setzt, übernimmt Verantwortung für sich selbst. Das schafft Klarheit. Ehrlichkeit ist immer wichtig. spekt kann wachsen. Ein freundliches Nein kann dabei genauso gedeutet werden wie ein Ja. Es kommt immer darauf an wie man etwas übermittelt.

Wie man lernt, Nein zu sagen

Nein sagen kann man lernen . Niemand kann sich von heute auf morgen eine Eigenschaft komplett abgewöhnen, aber man kann dran arbeiten. Kleine Schritte helfen dabei, mehr Sicherheit zu gewinnen. Man sollte versuchen seine Schuldgefühle wegzubekommen und sich gar nicht erst rechtfertigen. Und auch wenn die andere Person negativ reagiert, muss einem bewusst sein, dass man gerade für sich selbst gehandelt hat.

Nein zu sagen ist für viele Menschen eine Herausforderung – doch es ist eine wichtige Form der Selbstfürsorge. Wer lernt, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und sie respektvoll zu kommunizieren, schützt sich selbst.






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