Vor ein paar Wochen ging es für mich seit langer Zeit wieder einmal nach St. Margarethen. Meine Familie hatte spontan beschlossen, einen freien Samstag gemeinsam im Familypark zu verbringen. Ehrlich gesagt war ich mir im ersten Moment nicht ganz sicher, ob der Park für mich nicht mittlerweile ein bisschen zu kindisch geworden ist. Schließlich verbindet man mit den bunten Toren und den Parkmaskottchen eher Erinnerungen aus der Volksschulzeit.
Doch kaum waren die ersten Schritte durch den Eingang gemacht, löste sich diese Skepsis komplett auf. Zwischen dem Geruch von frischen Churros, dem Kreischen von der Götterblitz-Achterbahn und den schattigen Wegen unter alten Eichen passierte etwas Erstaunliches: Der ganze Kopfballast der letzten Wochen war mit einem Schlag weg.
Einfach mal wieder durchdrehen
Das Besondere an so einem Tag mit den Eltern und Geschwistern ist die Dynamik, die sofort entsteht. Im Alltag hat jeder seine eigenen Termine, lernt für die Schule oder schaut auf sein Smartphone. Auf den Wasserbahnen gibt es das alles nicht. Spätestens wenn nach einer Schussfahrt das Wasser über das Boot spritzt und alle völlig durchnässt, aber lachend im Wagen sitzen, existieren keine Schulaufgaben oder Sorgen mehr.
Wir sind von einer Attraktion zur nächsten gelaufen, haben uns gegenseitig zu den steileren Fahrgeschäften überredet und zwischendurch Pommes im Schatten gegessen. Niemand musste cool wirken, niemand musste etwas leisten. Es ging schlicht darum, gemeinsam Spaß zu haben und die Zeit zu genießen.
Warum der Park eine echte Empfehlung ist
Der Familypark ist für mich deshalb der beste Ort im Burgenland, weil er eine ehrliche und kompromisslose Auszeit bietet. Viele Ausflugsziele setzen auf Ruhe oder Kultur, aber manchmal braucht der Kopf genau das Gegenteil: Tempo, ein bisschen Nervenkitzel und ehrliches Lachen über die eigenen Nassspritzer.
Wenn am späten Nachmittag die Füße vom vielen Laufen brennen und man auf dem Rückweg zum Auto noch einmal auf die bunten Schienen zurückblickt, fühlt sich der Akku wieder komplett voll an. Der Familypark zeigt einfach, dass man nie zu alt ist, um für ein paar Stunden den Alltag komplett zu vergessen.
Kommentare