Wenn ich mir aussuchen könnte, wann ich leben möchte, würde ich gern in den 60er-Jahren geboren sein. Damals wirkte vieles noch einfacher. Es gab keine Handys, Liebesbriefe wurden geschrieben und Worte hatten Gewicht. Heute fühlt sich alles ganz anders an. Ein Like in einer Story wirkt sofort wie ein Liebesbekenntnis. Beziehungen, Kommunikation und Erwartungen erscheinen viel verzwickter, als sie eigentlich sein müssten.
Was heute besser ist
Natürlich bringt die heutige Gesellschaft viele Vorteile mit sich. Das Gesundheitssystem, der Zugang zu Bildung und die fortschrittliche Technik erleichtern den Alltag enorm. Das ist mir bewusst. Trotzdem kamen Menschen früher auch mit schwierigeren Bedingungen zurecht. Der einzige große Kritikpunkt an dieser Zeit bleibt für mich die fehlende Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Zwar gab es bereits erste Fortschritte, doch sie reichen nicht an den heutigen Stand heran.
ABBA, Queen und die Beatles: Das ist meine Zeit
Angenommen, ich wäre 1967 geboren worden. Im Jahr 1983 wäre ich sechzehn gewesen, meine persönliche Prime Time. Vor allem wegen der Mode. Die Tops und Hosen dieser Zeit begeistern mich bis heute. Auch die Musik fasziniert mich sehr. Viele Songs transportierten echte Gefühle und Bedeutung und entstanden nicht für Klickzahlen oder Trends. Sie kamen von Herzen, die Beats waren roher und rockiger. Ein gutes Beispiel dafür ist Dream On von Aerosmith. Auch ABBA, Queen und die Beatles prägten diese Ära. Ich hätte fast alles dafür getan, sie einmal live auf einer Bühne zu erleben.
Hinzu kommen die Filme und die Männer dieser Zeit, etwa Leonardo DiCaprio in Titanic. Vielleicht liegen unsere Eltern also doch nicht ganz falsch, wenn sie sagen, früher sei alles besser gewesen.
Ob früher wirklich alles besser war, weiß ich nicht. Aber schlechter bestimmt nicht.
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