In Interviews gaben Nina und Paul zu, dass ihre Schulzeit nicht leicht war. Sowohl Nina als auch Paul waren von Ausgrenzung und bösen Gerüchten betroffen und fühlten sich als Außenseiter.
Im September 2025 gab Paul Wesly in einem ausführlichen Interview zu, dass er in seiner Schulzeit wegen seiner Herkunft ausgegrenzt und gemobbt wurde. Er verriet es in einer Folge des Podcasts Podcrushed.
In Bystander Revolution sprach Nina 2014 offen über ihre Mobbingerfahrungen. Bystander Revolution ist eine Kampagne, die sich gegen Mobbing einsetzt. Persönliche und authentische Interview-Videos drehte sie für die Organisation, welche auf YouTube zu sehen sind. In diesen Videos nutzte sie ihre eigene große Reichweite als Star der Erfolgsserie The Vampire Diaries, um Jugendliche direkt anzusprechen und ihnen konkrete Ratschläge im Umgang mit Mobbing zu geben.
Vom Mobbing-Opfer zur Anti-Mobbing-Aktivistin
Nina Dobrev sprach offen darüber, dass sie in der Grundschule eine klassische, unbeholfene Phase durchmachte. Sie schnitt sich die Haare einmal extrem kurz wie ein Junge. Dadurch machten sich andere Mitschüler lustig und hänselten sie.
Sie erklärte in einer Interview-Reihe für die Organisation Bystander Revolution, dass Kinder damals jeden kleinsten Grund suchten, um sie fertig zu machen. Diese schmerzhafte Erfahrung motivierte sie später dazu, sich aktiv in Anti-Mobbing-Kampagnen zu engagieren.
Paul Wesley: Konflikte, Ausgrenzung und Schulverweise
Paul Wesley wuchs als Sohn polnischer Einwanderer in den USA auf. Als Kind machten sich Mitschüler über ihn und den starken europäischen Akzent seiner Eltern lustig, weshalb er jahrelang versuchte, sich krampfhaft anzupassen. Viele hänselten seinen Nachnamen Wasilewski, weshalb er ihn zu Wesly änderte.
Später besuchte er eine private, katholische Jungenschule, auf der er sich überhaupt nicht einfügte. Er beschrieb die dortigen Mitschüler rückblickend als boshafte Sportskanonen, mit denen er jeden Tag in handfeste Prügeleien geriet, weil er sich nicht unterdrücken lassen wollte.
Aufgrund der ständigen Konflikte und weil er sich dem System verweigerte, wurde er insgesamt von zwei Highschools geworfen, bevor er schließlich in der Schauspielerei seinen Zufluchtsort fand.
Wie Nina und Paul ihrer Vergangenheit entkamen
Nina Dobrev und Paul Wesley entkamen dem Mobbing auf völlig unterschiedlichen Wegen. Nina fand ihren Ausweg durch einen Wechsel der Perspektive und den Fokus auf ihre Leidenschaften, während Paul durch Schulwechsel und den Einstieg in die professionelle Schauspielerei einen Neuanfang schaffte.
Erkenntnis als Rettung: Warum Mobbing Nina nicht mehr traf
Mit der Zeit begriff Nina, dass das Verhalten der Mobber nichts mit ihr selbst zu tun hatte. Diese Erkenntnis half ihr, Angriffe mental nicht mehr an sich heranzulassen. Ihre gesamte Energie steckte sie in die rhythmische Sportgymnastik, das Tanzen und das Theater. Durch diese Erfolge außerhalb des normalen Schulumfelds baute sie ein extremes Selbstbewusstsein auf. Durch die ständigen Reisen und Umzüge zwischen Kanada und Bulgarien lernte sie sich an neue Situationen anzupassen und sich von der Meinung einzelner Gruppen unabhängig zu machen.
Vom System verstoßen, von der Bühne gerettet
Nach den ständigen Prügeleien und den Verweisen von zwei Schulen wechselte Paul auf die Lakewood Prep School in New Jersey. Dieses neue Umfeld war deutlich offener und toleranter.
Während der Highschool-Zeit ergatterte er seine erste große Rolle in der Soap Guiding Light. Die Schauspielerei gab ihm nicht nur ein Ventil für seine aufgestaute Wut, sondern holte ihn auch physisch aus dem schulischen Alltag heraus.
Durch den frühen Einstieg in die professionelle Arbeitswelt war er plötzlich von Erwachsenen und Gleichgesinnten umgeben, die seine kreative und eigenwillige Art schätzten, statt ihn dafür zu verurteilen.
Das Fundament ihrer Stärke: Wie Wunden zu Erfolg wurden
Heutzutage blicken beide mit großer Reife, Gelassenheit und Stolz auf diese schwierige Zeit zurück, da sie die Erfahrungen als Fundament für ihre heutige Stärke und ihren Erfolg sehen.
Nina Dobrev betrachtet ihre schwierige Schulzeit als prägende „unbeholfene Phase“, die ihr Bodenständigkeit vermittelt hat und nicht ihr Leben definiert. Sie nutzt ihre Social Media-Präsenz und Podcasts für Initiativen wie Bystander Revolution und vertritt das Motto, dass ein glückliches Leben die beste Antwort auf Mobbing ist.
Paul Wesley blickt heute humorvoll und ohne Bitterkeit auf seine rebellische Schulzeit zurück. Er sieht seine damaligen Schulverweise als logische Konsequenz seines eigenen Verhaltens. Zudem ist er dankbar für diese Konflikte, da der Druck, dem Schulumfeld zu entkommen, für ihn der entscheidende Auslöser war, um schon früh mit der Schauspielerei zu beginnen.
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