Panorama Niederösterreich Fakten
KI-optimiert

Mehr als jeder zweite Österreicher kauft schon im Netz. Wen wundert's?

Kein Profil-Bild gefunden.
Volontärin · HLA Baden
02.12.2025
2 Min.

Einkaufen war lange Zeit ein Erlebnis, das ist es nicht mehr. Heute konsumieren wir Fast-Fashion und vor allem in Online-Shops. Es ist einfach Bequemlichkeit, denn nur mit einem Klick haben wir eine neue Wintergarderobe und was nicht passt, kommt einfach wieder zurück.

Einkaufen hat früher mehr Spaß gemacht. (Foto: Pixabay - tanrica)

Online-Geschäfte und Smartphones haben den Alltag grundlegend verändert. Früher kauften Kunden überwiegend in Geschäften ein, oft mit regionalen Produkten. Persönliche Berater spielten eine wichtige Rolle, heute übernehmen digitale Assistenten diese Funktion, die in fast jedem Online-Shop verfügbar sind.

Mittlerweile kaufen in Österreich schon mehr als sechzig Prozent der Bevölkerung online ein. Dieser Anteil ist in den letzten 20 Jahren stark gewachsen. Der Wert des E-Commerce-Marktes in Österreich liegt bei mehr als zehn Milliarden jährlich.

Vom Einkaufsbummel zum schnellen Online-Kauf

Ein Einkaufsbummel dauerte früher ein bis drei Stunden, abhängig von der Wegstrecke, Wartezeiten und Beratung. Heute erledigen Kunden einen Online-Einkauf in wenigen Minuten, dank Suchfunktionen, Filtern und gespeicherten Daten. Preisvergleiche waren früher mühsam, ebenso die Suche nach Rabatten in Prospekten. Heute informieren E-Mails über Startaktionen, und Vergleichsplattformen wie Idealo oder Geizhals finden in Sekunden das günstigste Angebot.

Vielfalt der Produkte und Veränderungen im Verkäuferberuf

Die Produktvielfalt hat sich stark vergrößert: Viele Artikel bieten Händler heute in zahlreichen Farben, Schnitten oder Größen an. Auch der Beruf der Verkäufer hat sich durch den Online-Handel stark verändert. Früher kannten Verkäufer ihre Stammkunden und deren Vorlieben, daraus entstanden oft soziale Kontakte. Sie erklärten und empfahlen Produkte ohne digitale Hilfsmittel und übernahmen handwerkliche Tätigkeiten wie Auspacken und Etikettieren. Verkäufer waren die wichtigste Informationsquelle im Geschäft.

Fast Fashion und verändertes Konsumverhalten

Die ständige Verfügbarkeit von Produkten online verändert das Konsumverhalten. Der Begriff dafür lautet „Fast Fashion“. Kleidung wird immer schneller und billiger produziert und verkauft.

Unternehmen wie Zara oder H&M veröffentlichen laufend neue Kollektionen. Alte Kollektionen landen oft im Müll oder werden stark rabattiert verkauft. Der Druck zum ständigen Nachkaufen steigt, auch die Rückgaben nehmen zu: Kunden probieren Kleidung häufig nur kurz an und schicken sie dann zurück.

Auswirkungen auf Konsum und Verkäuferberuf

Die Veränderungen im Einkaufsverhalten, von persönlicher Beratung früher bis zum schnellen Online-Kauf heute, haben nicht nur den Beruf der Verkäufer verändert, sondern beeinflussen auch das Konsumverhalten grundlegend. „Wir kaufen mehr, als wir brauchen, und das immer schneller und unbedachter.


Dir gefällt der Artikel?

campus a college-Preis für Schüler*innenjournalismus Melde dich an um abzustimmen.

Kommentare