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Goldregen für die Aigners, Felbermayr siegt und Scheib krönt ÖSV-Damen

Verpasst? Das Sporthighlight der Woche: Fünf Medaillen für Aigner, eine Kugel für Scheib und ein Riesenerfolg für Emma Felbermayr in der F1-Academy. Vergangene Woche lief es rund für Österreichs Frauen im Spitzensport.

 

Unglaublicher Siegeszug der Österreicher (Foto: FIS/Toni Grases )

Besser hätte es für die Familie Aigner bei den Paralympics (fast) nicht laufen können. Zehn Rennen und neun Medaillen holten Veronika und ihr Bruder Johannes vergangene Woche in Italien. Die beiden starteten in der Sehbehindertenklasse B2 in allen Ski Alpin Disziplinen.

Es war nicht das erste Mal, dass die beiden einige Medaillen mitnahmen. Bereits 2022 in Peking holten die Aigners ebenfalls neun Stück. Damals noch mit der Schwester Barbara, die 2025 ihr Karriereende bekannt gab. Veronika wurde nur von Chiara Mazzel im Super-G geschlagen. Sonst stand sie immer auf der Spitze des Podests. Bei ihrem Bruder waren es dreimal Gold und einmal Bronze.

„Das war mein letzter Wettkampf-Slalom“

Kurios war auch, dass der Slalom in den Paralympics Veronikas Letzter sein wird. Mit zwei Knorpelschäden im Knie fuhr die Niederösterreicherin ganze vier Sekunden vor die Zweitplatzierte. Nach dem Rennen blieb sie trotz Gold bei ihrer Entscheidung: „Gerade im Slalom spüre ich es ziemlich, aber bei den Paralympics blendest du einfach den Schmerz aus. Aber in der Zukunft werde ich deswegen nicht mehr im Stangenwald tanzen. Das war mein letzter Wettkampf-Slalom.“

Bereits in Peking sehr erfolgreich

Die Aigners stammen aus Gloggnitz in Niederösterreich. Drei der fünf Kinder sind mit der unbehandelbaren Sehkrankheit geboren. Trotzdem begannen sie früh mit dem Skisport und trainierten viel. Als Guides fungierten unter anderem die älteren Geschwister Elisabeth und Irmgard. Bei ihren ersten Paralympics in Peking waren alle drei erfolgreich. Nun hat sich die Geschichte wiederholt, diesmal saß Barbara aber nur auf der Tribüne.

Felbermayr führt F1-Academy-Wertung an

Auch im Motorsport gab es einen rot-weiß-roten Frauenerfolg. Die 19-jährige Emma Felbermayr fuhr im ersten Rennen des Wochenendes in China auf den dritten Rang. Einen Tag später setzte sie mit ihrem zweiten F1-Academy-Sieg noch einen drauf. Es ist der erste im neuen Audi-Auto, in dem sie seit Anfang der Saison fährt. "Ich hatte einen guten Start. Ich musste immer verteidigen, die letzten Runden waren stressig. Aber ich habe es geschafft", meinte Felbermayr in einem Interview mit dem ORF. Mit den zwei Ergebnissen steht sie nun auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung. Weiter geht’s für sie erst wieder im Mai.

Erster RTL-Erfolg nach 10 Jahren

Neben Felbermayr steht auch Julia Scheib auf dem ersten Platz in der RTL-Gesamtwertung. Sie gewann am Samstag zum fünften Mal in dieser Saison einen Riesentorlauf und wickelte so die Kristallkugel ins Trockene. Zweitplatzierte Camille Rast kann sie auch im letzten RTL in Hafjell nicht einholen. Das beendet die Durststrecke der ÖSV-Damen im Riesentorlauf. Der letzte Erfolg vor Scheib war im März 2016, als Eva-Maria Brem die Kugel nach Österreich brachte.

Debütiert ein 16-jähriger Torhüter in der CL?

Bei den kommenden Highlights schauen wir auf den Männerfußball. Bodö/Glimt steht wieder mit einem Fuß in der nächsten CL-Runde. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen Sporting gewannen sie mit 3:0. Es ist unwahrscheinlich, dass die Norweger diese Führung noch herschenken. Im Viertelfinale würde Arsenal oder Leverkusen warten. 

Die Bayern haben ebenfalls einen komfortablen Vorsprung (6:1), den sie eventuell auch benötigen. Aktuell ist noch nicht klar, ob Jonas Urbig am Mittwoch spielen kann. Ist das nicht der Fall, stehen die ersten vier (!) Torhüter des FCB nicht zur Verfügung. Nachrücken würde höchstwahrscheinlich der 16-jährige Leonard Prescott. Das könnte für Bergamo durchaus ein Vorteil sein, dennoch denke ich nicht, dass Bayern fünf oder mehr Tore kassiert. Schließlich haben sie immer noch eine Verteidigung auf Top-Niveau.




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