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Verpasst? Das Sporthighlight der Woche: Die sensationelle Aufholjagd des LASK

Nach einem schwachen Saisonstart ist der Linzer ASK zur Winterpause überraschend Vize-Herbstmeister geworden. Mit dem Sieg gegen den GAK sind die Oberösterreicher nun seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Einen großen Anteil am aktuellen Erfolg hat Trainer Dietmar Kühbauer. Auch abseits des LASK tut sich am Sporthimmel derzeit einiges.

LASK-Stürmer Christoph Lang freut sich über den Jubel. (Foto: GEPA/Admiral/Manuel Binder)

Der LASK gehörte in den letzten Jahren immer zu den besten Mannschaften in Österreich. Zum Start dieser Saison sah das allerdings anders aus. Doch trotz der schwachen Leistungen zu Beginn überwintern die Linzer mit 29 Punkten nun auf Rang zwei. Nur Salzburg hat drei Punkte Vorsprung. Auch am vergangenen Samstag gewann die Mannschaft aus der Stahlstadt verdient mit 2:1 gegen den GAK.

Schwacher Start mit neuem Trainer

Mit einem neuen Trainer ging der LASK in die Saison 2025/26. Unter João Sacramento sollte sich die Mannschaft im oberen Tabellenbereich etablieren. Auch vielversprechende Transfers wie Sasa Kalajdzic machten den Linzern Hoffnung. Doch nach nur zwei Siegen aus sieben Bundesligaspielen wurde Sacramento Mitte September entlassen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Stahlstädter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Vom Fehlstart an die Spitze in acht Spielen

Seit Anfang Oktober ist Dietmar Kühbauer wieder Trainer des LASK. Der Burgenländer war bereits in der Saison 2022/23 bei den Linzern tätig. In einer durchaus erfolgreichen Spielzeit erreichte er mit der Mannschaft den dritten Platz in der Bundesliga und damit die Teilnahme an der Europa League.

Nur zwei Wochen vor seiner Verpflichtung gewann „Didi“ noch mit dem WAC gegen seinen jetzigen Verein. Seit seiner Rückkehr hat der LASK kein einziges Spiel mehr verloren. Aus neun Pflichtspielen resultierten acht Siege und lediglich ein Unentschieden gegen Hartberg. Zur Winterpause spielt Kühbauer mit seiner Mannschaft oben mit und hat aktuell keine Abstiegssorgen mehr. „Ich hätte nie gedacht, dass wir am Ende der Herbstsaison vorne dabei sein werden“, sagte der Cheftrainer nach dem GAK-Spiel.

Never change a winning team. Wenig Rotation unter Kühbauer

Dieses Sprichwort dürfte dem Cheftrainer bekannt sein. Denn große Rotation gibt es beim LASK in der Startformation nicht. Im Spiel gegen Graz kam es erstmals seit seiner Ankunft zu zwei Veränderungen. João Tornich und George Bello mussten aufgrund einer Gelbsperre Platz für Emmanuel Michael und Ismaila Coulibaly machen. Kühbauers Ziel war es, „eine gute Truppe für das nächste Jahr zusammenzustellen“. Das scheint dem Trainer bislang hervorragend gelungen zu sein.

Wie geht’s für den LASK weiter?

„Die Mannschaft ist stark genug, aber wenn eine gute Verbreiterung des Kaders möglich ist, warum nicht. Es wird aber sicher keinen Umbruch geben“, meint der 54-jährige Cheftrainer in Bezug auf das Wintertransferfenster.

Auch an den Zielen ändert sich wenig. Bei seiner Verpflichtung sollte Kühbauer den LASK in die Meistergruppe führen. Das ist weiterhin der Plan. „Wir müssen jetzt einmal schauen, dass wir reinkommen. Wenn wir dabei sein sollten, werden die Karten neu gemischt.“ Sollten die Linzer ihre Form halten, könnten sie auch im Titelkampf ein Wörtchen mitreden. Weiter geht es für Kühbauer und seine Mannschaft am 30. Jänner im ÖFB-Cup-Viertelfinale mit einem Derby gegen Blau-Weiß Linz. Die Bundesliga startet eine Woche später mit dem Auswärtsspiel gegen die WSG Tirol.

Topspiel in Deutschland, Superwoche im Ski Alpin: Die Highlights der nächsten Woche

In der deutschen Bundesliga wird noch gespielt, und am Wochenende stehen einige spannende Duelle an. Am Freitagabend trifft Borussia Dortmund zuhause auf Gladbach. Die Fohlen arbeiten sich aktuell wieder nach oben, mussten zuletzt jedoch eine Niederlage gegen Wolfsburg hinnehmen. Auch der BVB kam zuletzt nicht über zwei Unentschieden hinaus, weshalb ich hier auf ein Remis tippe.

Auch im Tabellenkeller wird es spannend: Mainz trifft nach der starken Leistung gegen Bayern auf St. Pauli. Vergangenes Wochenende gewann St. Pauli mit 2:1 gegen Heidenheim. Ich denke jedoch, dass sich Mainz knapp durchsetzen wird.

Im FIFA-Interkontinentalpokal treffen am Mittwoch PSG und Flamengo aufeinander. Die Pariser gelten als klare Favoriten, eine Überraschung würde ich aber nicht ausschließen.

Ski-Alpin-Fans dürfen sich in dieser Woche auf gleich sieben Rennen freuen. Die Österreicher haben vor allem im Super-G und im Riesentorlauf gute Chancen. Im Slalom der Damen dürften erneut Mikaela Shiffrin und Lara Colturi ganz vorne zu finden sein.

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