Vergangenen Samstag traf Austria Wien in der 20. Runde der Admiral Bundesliga auswärts auf den SCR Altach. Die „Veilchen“ reisten mit breiter Brust ins Ländle. Die beiden Duelle zuvor gegen Salzburg und Rapid hatten sie jeweils mit 2:0 gewonnen.
Doch auch die Altacher strotzten vor Selbstvertrauen. In diesem Kalenderjahr hatten sie noch kein Pflichtspiel verloren und unter anderem Meister Sturm Graz im ÖFB-Cup besiegt. Vor allem zuhause im Schnabelholz präsentierten sich die Rheindörfler stark. Nur eines der neun Heimspiele in der Bundesliga hatten sie verloren.
Drei Minuten entschieden die Partie
Der SCR Altach startete besser ins Spiel und erarbeitete sich von Beginn an Chancen. Die Austria benötigte rund 20 Minuten, um in die Partie zu finden. Die erste Möglichkeit für die Gastgeber gab es in der 18. Minute, als der Ball nach einer Hereingabe von einem Austrianer unglücklich auf das eigene Tor abgefälscht wurde. Für Torhüter Samuel Sahin-Radlinger stellte das jedoch kein Problem dar.
Richtig spannend wurde es nach einer halben Stunde. Patrick Greil flankte einen Eckball perfekt auf Phillip Milojevic, der den Ball links unten im Tor versenkte – 1:0 für Altach. Doch die Führung hielt nicht lange. Nur eineinhalb Minuten später eroberten die Wiener nach einem Fehlpass von Bähre den Ball. Johannes Eggestein kam frei zum Abschluss und chippte über Dejan Stojanovic zum 1:1.
Aber auch dieser Spielstand hatte nicht lange Bestand. Srdjan Hrstic bediente mit einer präzisen Hereingabe den freistehenden Mohamed Ouedraogo, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf.
In der zweiten Halbzeit wurde die Austria aktiver und offensiver. Doch an Altach-Keeper Dejan Stojanovic gab es kein Vorbeikommen. Er war mit ein Grund dafür, dass Altach defensiv zu den besten Teams der Liga zählte. In 20 Spielen musste er lediglich 20 Gegentore hinnehmen.
Altach mit Chancen auf die Top Sechs
Mit dem Sieg rückte Altach auf Rang acht vor und lag nur noch einen Punkt hinter dem Sechstplatzierten. Vor der Punkteteilung standen noch zwei Spiele an. Am kommenden Wochenende empfingen die Rheindörfler Rapid Wien – ein echtes Sechs-Punkte-Spiel, da Rapid zu diesem Zeitpunkt auf Platz sechs lag. Eine Woche später trat Altach auswärts bei Sturm Graz an, das sie wenige Wochen zuvor aus dem Cup geworfen hatten.
Neben Rapid musste Altach noch ein weiteres Team überholen, um in die Meisterschaftsgruppe einzuziehen. Ried war punktegleich, lag jedoch aufgrund des direkten Vergleichs vorne. Mit einer starken Punkteausbeute und etwas Schützenhilfe hatten die Rheindörfler realistische Chancen auf die Top Sechs.
Ognjen Zaric mit perfektem Einstand
Neo-Cheftrainer Ognjen Zaric machte seine Sache bislang gut. Er übernahm das System und die stabile Defensive seines Vorgängers Fabio Ingolitsch weitgehend und entwickelte sie weiter. Unter seiner Führung blieb Altach weiterhin ungeschlagen.
Lange hatte Altach nicht mehr so gute Chancen auf die Meisterschaftsgruppe gehabt. In den vergangenen Saisonen kämpfte das Team meist gegen den Abstieg, nun zeigte die Mannschaft eine deutlich veränderte Mentalität und hohe Zweikampfbereitschaft. Auf den letzten Tabellenplatz betrug der Vorsprung bereits 13 Punkte.
Vorschau: Highlights der kommenden Woche
Wie bereits erwähnt, empfängt der SCR Altach am Sonntag Rapid Wien. Ein Schlüsselspiel im Kampf um die Meisterschaftsgruppe. Rapid gewann am vergangenen Wochenende erstmals seit Anfang November wieder ein Pflichtspiel. Altach befindet sich in guter Form und kann durchaus Punkte im Ländle behalten.
International stehen ebenfalls spannende Duelle an. In den Champions-League-Playoff-Rückspielen trifft Bodø/Glimt auf Inter Mailand. Das Hinspiel gewannen die Norweger mit 3:1 und verschafften sich damit eine gute Ausgangsposition. Dennoch besitzt Inter im San Siro die Qualität, den Rückstand aufzuholen.
Auch Juventus und Galatasaray stehen sich gegenüber. Die Türken gewannen das Hinspiel im RAMS Park spektakulär mit 5:2 und gehen mit einem komfortablen Vorsprung ins Rückspiel.
Am Wochenende wartet zudem ein Highlight in der deutschen Bundesliga: Der „Klassiker“ zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Beide Teams haben bislang nur eine Niederlage kassiert. Bayern liegt aktuell acht Punkte vor Dortmund. Sollte der Rekordmeister gewinnen, würde sich der Vorsprung weiter vergrößern – und die Meisterfrage wohl frühzeitig entscheiden.
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