Inter Mailand musste am vergangenen Dienstag einen Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, um ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Obwohl die Italiener zuhause im San Siro spielten, war gegen Bodö/Glimt nichts zu holen. Die Norweger gewannen das Hinspiel am Polarkreis mit 3:1 und gingen mit breiter Brust ins Rückspiel. In der 58. Minute schoss Jens Hauge nach einem Abpraller Bodö mit einem Fuß ins Achtelfinale. 15 Minuten später machte Håkon Evjen den Sack mit einem Halbvolley aus knapp zehn Metern zu. Zwar konnte Inter noch den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen, dennoch war die Sensation mit einem 5:2-Endstand nach beiden Spielen perfekt.
Schlechter Start und perfektes Ende
Inter war nicht die erste Top-Mannschaft, die gegen Bodö/Glimt als Verlierer vom Platz ging. Bereits Manchester City verlor mit 3:1 in Bodö und Atlético Madrid musste sich zuhause mit 1:2 geschlagen geben. Zu Beginn der Gruppenphase lief es allerdings noch nicht so gut für die Norweger. Sie starteten mit zwei Unentschieden gegen Slavia Prag und Tottenham und verloren die nächsten drei Gruppenspiele. Erst gegen Dortmund konnten sie wieder punkten. Mit drei Punkten nach drei Spielen stand Bodö auf dem 32. Platz. Und die vermeintlich schwersten Gegner mit Manchester City und Atlético Madrid standen noch an. Wider Erwarten gewannen die Norweger beide Spiele und zogen in die Playoffs ein. Dort trafen sie bekanntlich auf Inter Mailand. Nun stehen sie in ihrer ersten Saison mit CL-Gruppenphasen-Teilnahme im Achtelfinale. Der Gegner Sporting Lissabon ist nicht unschlagbar.
Harte Bedingungen am Polarkreis
Aufgrund der nördlichen Lage ist Bodö/Glimt gerade seit Ende Novemberin der Winterpause. Die Liga geht erst wieder am 14. März los. Bodö hat also genug Kraft und kann in der Champions League aus dem Vollen schöpfen. Auch ein Vorteil war bisher sicherlich die „harten Bedingungen“ bei den Heimspielen. Wenige Sonnenstunden und viel Kälte bringen die Stadt mit rund 40.000 Einwohnern mit. Die Spieler von Bodö sind das gewohnt, aber beispielsweise Manchester City nicht. Das kann durchaus eine Rolle spielen.
Gibt es eine „Remontada“? Die Highlights der nächsten Woche
In der Copa del Rey muss Barcelona im Halbfinal-Rückspiel beinahe Unmögliches schaffen, um ins Finale einzuziehen. Mit einem 0:4-Rückstand gehen sie in das Spiel gegen Atlético Madrid. Im Camp Nou ist mit einem frühen Tor für die Katalanen einiges möglich, auch eine „Remontada“. Auch in Österreich gibt es zwei spannende Cupspiele. Der SV Ried trifft zuhause auf den Linzer ASK. Vor drei Wochen gab es dasselbe Duell, welches mit 1:1 endete. Am Mittwoch denke ich allerdings, dass sich die Linzer durchsetzen und ins Finale einziehen. Der andere Finalist wird in Salzburg gefunden. Die Bullen treffen auf die formstarken Altacher. In diesem Kalenderjahr verloren die Rheindörfler noch kein einziges Spiel. Im Viertelfinale gewannen sie mit 3:1 gegen Sturm Graz. In der Red-Bull-Arena ist deshalb alles möglich.
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