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Verpasst? Das Highlight der Sportwelt: Wieso Lilli Tagger so gut ist

Von Rang 773 in die Top 160 der Welt in nicht mal einem Jahr. Das ist die Geschichte von Lilli Tagger. In der WTA-Weltrangliste ist die 17-jährige Österreicherin aktuell die zweitbeste Tennisspielerin unter 18 Jahren. Auch gegen Top-100-Spielerinnen konnte sie ihr Können beweisen und gewinnen. Wie lässt sich ihr Aufstieg erklären und was macht sie so besonders?

Lilli Tagger ist die zweitbeste Tennisspielerin unter 18 Jahren. Sie konnte sogar Top 50 Spielerinnen besiegen. (Foto: Lindsey Wasson / AP /)

Lilli Tagger hat spätestens in China auf sich aufmerksam gemacht. Dort zog sie vergangene Woche in das Finale ein. Auf dem Weg zum Endspiel schlug sie mehrere arrivierte Spielerinnen und bewies damit zum ersten Mal ihr großes Talent im Rahmen eines großen Turniers.

Viel Lob erhält Tagger auch von Österreichs Tennislegenden. Die ehemalige Nummer sieben der Welt, Barbara Schett, hat die Osttirolerin schon länger auf dem Schirm. "Vor allem auf Lilli Tagger freu ich mich schon", sagte Schett im Jänner und fügte hinzu: "Was mich am meisten beeindruckt, ist, wie sie vom Kopf agiert. Wie sie ihr Spiel analysiert und sich damit auseinandersetzt. Das ist in diesem jungen Alter normalerweise nicht so der Fall."

Ein besonderes Merkmal Taggers ist ihre starke einhändige Rückhand. Diese hat sie bei ihrem ehemaligen Trainer Mark Carruthers gelernt. Mittlerweile trainiert die 17-Jährige mit der ehemaligen Nummer vier der Weltrangliste, Francesca Schiavone. Die beiden lernten sich in Schiavones Tennisakademie kennen. Die Osttirolerin wird dazu vom Sinner-Manager Alex Vittur betreut. Dabei nimmt Tagger oft den Weg nach Italien in Anspruch, um den Trubel in Österreich zu entgehen.

Die Leidenschaft liegt in der Familie

Ihre Eltern, Sabine und Stephan und ihre vier Geschwister spielen ebenfalls schon seit der Kindheit Tennis. Stephan Tagger spielte mit 16 Jahren in der höchsten österreichischen Liga, die 19-jährige Emma spielt zurzeit landesweite Jugendturniere.

„Sie kann definitiv unter die ersten zehn kommen!“

Mit ihrem nun 156. Rang in der Weltrangliste ist die Teilnahme an der Australian-Open-Quali im Jänner fix. Mit der Qualifikation für das Turnier wäre sie an der Spitze des Welttennis angekommen. Die Qualifikation wird allerdings nicht einfach. Dort muss sie gegen Top 150 Spielerinnen ran. „Es freut mich wahnsinnig. Ich kann es kaum erwarten, dass ich nächstes Jahr in Australien spiele“, sagte das ÖTV-Talent über das Turnier im Jänner. Auch Barbara Schett sieht in der Osttirolerin viel Potenzial. "Ich habe schon öfter gesagt, dass sie, wenn sie gesund bleibt und sich so weiterentwickeln kann, definitiv unter die ersten zehn kommen kann", so die ehemalige Nummer sieben der Welt.  

Großer Erfolg in China

Vergangene Woche bestritt die junge Tennisspielerin ihr erstes WTA-250-Turnier in Jiujiang, China. Zuerst musste sie gegen die Chinesin Chenting Zhu ran, dann ging es gegen die Nummer 89 der Welt, Elisabetta Cocciaretto. Im Viertelfinale traf sie auf die deutsche Tamara Korpatsch. In diesen ersten drei Spielen verlor sie keinen einzigen Satz. Das Halbfinale war schon etwas spannender. Gegen Titelverteidigerin Viktorija Golubic, Rang 53 der Weltrangliste, gewann Lilli den ersten Satz deutlich mit 6:1. Den Zweiten verlor sie mit 6-4 und im dritten Satz lag die Österreicherin zwischenzeitlich mit 2:5 zurück. Sie wehrte drei Matchbälle ab und holte dann die nächsten fünf Games. Am Ende stand es 7:5 für Tagger. Erst im Finale verlor das Talent gegen Anna Blinkova mit 3:6 und 3:6.

Mögliche Highlights der nächsten Woche

Das Champions League Topspiel steht an. Paris Saint-Germain trifft am Dienstag zu Hause auf den FC Bayern München. Beide sind aktuell wohl mit Real Madrid die Favoriten auf den Titel. Bayern bisher nur mit Siegen, PSG hat in der Liga teilweise Punkte liegen lassen, in der CL bisher mehr als souverän. Die Bayern gehen als leichter Favorit ins Spiel. In Österreich gibt es auch ein Gipfeltreffen. Am Samstag spielt Sturm Graz gegen RB Salzburg. Die Grazer sind aktuell auf Rang vier, allerdings nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus der Mozartstadt. Ich denke, die Salzburger werden dieses Spiel für sich entscheiden. In der Formel 1 findet am Sonntag der GP in Brasilien statt. Nach 20 von 24 Rennen haben sich drei Fahrer noch realistische Chancen auf den ersten Platz. Max Verstappen liegt auf Rang drei und Lando Norris hat einen Punkt Vorsprung auf den zweitplatzierten Oscar Piastri. Das Rennen wird wahrscheinlich ein Kampf zwischen Norris und Verstappen. Piastri hat in den letzten Rennen schwächer performt und wird eher nicht um den ersten Platz mitfahren.





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