Ich stehe mit meinen Freundinnen in der Pause auf dem Schulhof, als mir plötzlich ein süßer Geruch in die Nase steigt: Erdbeere, Mango, irgendetwas Fruchtiges. Neben uns zieht jemand an einer bunten Vape, eine kleine Wolke steigt auf und löst sich gleich wieder auf.
Für einen Moment wirkt alles harmlos, fast wie ein Spiel. Doch genau da frage ich mich: Wie ungefährlich ist das wirklich? Was steckt eigentlich in Vapes drin?
Mehr als 40 Prozent haben schon Vapes ausprobiert
Der Konsum von Vapes (E-Zigaretten) unter Jugendlichen ist stark angestiegen: Über 40 Prozent haben sie bereits probiert, und etwa 20 bis30 Prozent der 15-Jährigen dampfen regelmäßig
Vapes sind bei Minderjährigen oft beliebter als herkömmliche Zigaretten, wobei besonders süße Aromen und Einweg-Vapes den Einstieg fördern
In der Schule sehe ich oft Jugendliche, die an Vapes ziehen. Durch die bunten Designs und süßen Gerüche wirkt das Ganze eher wie ein Spielzeug als wie ein riskantes Produkt.
Vapes, auch E-Zigaretten genannt, werden vor allem bei Jugendlichen immer beliebter. Anders als normale Zigaretten wird hier kein Tabak verbrannt. Stattdessen wird eine Flüssigkeit erhitzt und als Dampf eingeatmet.
Diese Flüssigkeit enthält meistens mehrere Stoffe. Ein wichtiger Bestandteil ist Nikotin, derselbe Stoff, der auch in normalen Zigaretten vorkommt und süchtig machen kann. Manche Vapes enthalten zwar kein Nikotin, viele aber schon.
Gerade für Jugendliche ist Nikotin besonders gefährlich, weil sich das Gehirn noch entwickelt und schneller abhängig werden kann. Außerdem wissen viele gar nicht genau, ob ihre Vape Nikotin enthält, da es nicht immer klar gekennzeichnet ist.
Verlockende Aromastoffe
Zusätzlich sind in den Liquids Aromastoffe enthalten, die für die süßen oder fruchtigen Geschmäcker sorgen. Dazu kommen Stoffe wie Propylenglykol und pflanzliches Glycerin, die dafür sorgen, dass überhaupt Dampf entsteht.
Das Problem: Beim Erhitzen können auch schädliche Stoffe entstehen, die in die Lunge gelangen. Expert:innen warnen deshalb, dass Vapes nicht ungefährlich sind, besonders für junge Menschen.
Der Dampf kann die Atemwege reizen und zu Husten oder einem kratzigen Gefühl im Hals führen. Manche Menschen bekommen auch schlechter Luft oder merken, dass ihre Kondition nachlässt. Langfristig kann die Lunge geschädigt werden, auch wenn die genauen Folgen noch weiter erforscht werden.
Trotzdem greifen viele Jugendliche zu Vapes, oft aus Neugier oder weil die bunten Geräte und Geschmäcker harmlos wirken. Häufig spielt auch Gruppendruck eine Rolle: Wenn Freundinnen oder Freunde es ausprobieren, probiere ich es schnell auch mal, um dazuzugehören. Außerdem wirkt es in sozialen Medien oder im Alltag manchmal „cool“, was die Entscheidung zusätzlich beeinflusst.
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