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Unter der Wasseroberfläche beginnt mein Sommer

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Volontärin · HBLFA Raumberg-Gumpenstein
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21.07.2026
3 Min.

Sonne auf der Haut, das sanfte Rauschen des Wassers und vor mir das unendliche Blau des Meeres: In meinen Sommerferien hatte ich das Glück, mit meinem Onkel, meinem Bruder, meinem Cousin und meiner Cousine in Kroatien zu sein und dort zu tauchen.

 

Tauchen ist pures Glück. Zumindest für mich ;) (Foto: Pixabay)

Als das Boot in einer der glasklaren, tiefblauen Buchten den Anker warf, konnte ich es kaum erwarten, ins Wasser zu springen. Schon beim Blick über die Reling sah ich den hellen Meeresboden unter mir schimmern. Ich setzte meine Taucherbrille auf, schnappte mir den Schnorchel und glitt ins angenehm kühle Wasser.

Sofort öffnete sich eine Welt, die jedes Mal aufs Neue wie ein kleines Wunder auf mich wirkt. Das Wasser war so klar, dass ich jedes Detail erkennen konnte. Kleine silberne Fischschwärme zogen an mir vorbei, bunte Fische versteckten sich zwischen den Felsen, und mit etwas Glück entdeckte ich sogar einen Kraken, der sich geschickt an seine Umgebung anpasste. Ich hätte stundenlang unter Wasser bleiben können. Dort unten schien die Zeit langsamer zu vergehen. Man hörte keine Stimmen, keinen Verkehr und keinen Lärm – nur das leise Rauschen des Wassers und den eigenen Atem durch den Schnorchel.

Meine Mutter sagt oft: „Solche Urlaube sind die schönsten, weil man Zeit mit der Familie verbringt und gleichzeitig jeden Tag etwas Neues entdeckt.“ Während ich zwischen den Fischen hindurchtauchte, musste ich an diesen Satz denken. Sie hat recht. Jeder Tag auf dem Boot fühlt sich anders an. Mal ankern wir in einer kleinen, einsamen Bucht, mal fahren wir zu einem lebhaften Hafen oder entdecken einen Strand, den wir vorher noch nie gesehen haben.

Auch an Land gibt es für mich viel zu entdecken. Besonders freue ich mich jedes Mal auf das Essen. Ich probiere gerne regionale Spezialitäten aus – frischen Fisch, Meeresfrüchte oder Gerichte, die ich von zu Hause gar nicht kenne. Jede Mahlzeit gehört für mich genauso zum Urlaub wie das Schwimmen im Meer. So lernt man ein Land nicht nur durch seine Landschaft kennen, sondern auch durch seine Küche.

Meine Freunde beneiden mich oft um diese Urlaube. „Wie cool ist das bitte?“, sagen sie. „Du brauchst kein teures Hotel und wachst trotzdem jeden Morgen direkt am Meer auf.“ Erst durch ihre Reaktion ist mir bewusst geworden, wie besonders diese Art zu reisen eigentlich ist. Für mich ist sie selbstverständlich geworden, dabei erleben nicht viele Menschen ihren Sommer auf einem Boot.

Ein Erlebnis werde ich aber nie vergessen: Zum ersten Mal gerieten wir auf dem Meer in ein Gewitter. Eben noch schien die Sonne, doch plötzlich zogen dunkle Wolken auf und der Himmel färbte sich grau. Der Wind wurde stärker, die Wellen höher und der Regen prasselte auf das Wasser. Anfangs war ich nervös, doch je länger ich das Naturschauspiel beobachtete, desto mehr beeindruckte es mich. Das Meer zeigte plötzlich eine ganz andere Seite – wild, kraftvoll und unberechenbar. Gerade dieser Kontrast machte den Moment so besonders.

Wenn ich heute an Sommer denke, denke ich nicht an Hotels oder volle Strände. Ich denke an glasklares Wasser, an versteckte Buchten, an bunte Fischschwärme und an das Gefühl, schwerelos durch eine faszinierende Unterwasserwelt zu gleiten. Für mich gibt es keinen schöneren Ort als das Meer. Jeder Urlaub dort schenkt mir neue Erinnerungen und jedes Mal freue ich mich schon auf den Moment, in dem ich wieder mit Taucherbrille und Schnorchel ins Wasser eintauche.

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