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Unsere Direktorin Sonja Ablinger: Immer eine offene Tür

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17.09.2025
3 Min.

Jeden Tag sehe ich unsere Direktorin, Frau Ablinger, in der Schule. Oft läuft sie durch die Gänge der MS 17 in Linz, bleibt stehen und plaudert kurz mit uns Schülern oder mit Lehrern. Manchmal kommt sie auch in die Klassen und schaut, wie es uns geht. Ihre Tür in der Direktion steht fast immer offen, und das gibt mir das Gefühl, dass sie für alle da ist. Obwohl sie viel zu tun hat, wirkt sie fast nie gestresst, sondern freundlich und interessiert. Aber wer ist Frau Ablinger eigentlich?

Sonja Ablinger bereitet einen Lehrerkonferrenz
Sonja Ablinger bereitet einen Lehrerkonferrenz (Foto: Art Goci / ms 17 linz)

Um mehr über Frau Ablinger herauszufinden, habe ich auf ihrer privaten Homepage nachgesehen. Sonja Ablinger wurde 1966 geboren. Sie lebt in Linz und ist ausgebildete Lehrerin für Englisch und Geschichte. Neben ihrer Arbeit an unserer Neuen Mittelschule war sie früher Abgeordnete zum Nationalrat und SPÖ-Kultursprecherin. Außerdem setzt sie sich schon viele Jahre lang ehrenamtlich für Frauenrechte und gegen Gewalt ein. Besonders spannend finde ich, dass sie sich viel mit Kultur beschäftigt und oft ins Theater geht.

Ein Job, der nie Routine wird

Ich habe Frau Ablinger um ein Interview gebeten und gefragt, was ihr an ihrer Arbeit als Direktorin am besten gefällt. Sie antwortete: „ Mir gefällt besonders, dass ich mit jungen Leuten arbeite. Außerdem haben wir ein ganz tolles Lehrerteam, bei dem die Zusammenarbeit zwischen den jüngeren und den älteren KollegInnen sehr gut funktioniert. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und wird nie zur Routine.“

Politisches Engagement für Frauenrechte

Auf meine Frage, warum sie früher in der Politik war, meinte sie: “Ich habe mich immer schon politisch engagiert, zum Beispiel für Frauenrechte. Zehn Jahre lang war ich dann Abgeordnete zum Nationalrat, bis ich vor zehn Jahren in die MS 17 kam. Im Parlament habe ich mitgewirkt, Gesetze zu diskutieren und zu beschließen. Mir hat die Politik und die Schule immer gefallen, aber die Arbeit in der Schule erfüllt mich mehr."

Ich wollte auch wissen, wie sie sich konkret für die Rechte von Frauen engagiert. „Ich war jahrelang Vorsitzende von verschiedenen Frauenvereinen, in Oberösterreich bin ich noch immer in einem Verein tätig. Außerdem bin ich jetzt Vorsitzende vom Gewaltschutzzentrum in Oberösterreich. Wir unterstützen Frauen, die zum Beispiel Gewalt durch ihren Partner oder Expartner erfahren, dabei Schutz zu bekommen, Unterstützung durch Anwälte zu erhalten und vor Gericht begleitet zu werden. Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor eine der häufigsten Menschen-rechtsverletzungen. Frauen und auch Mädchen sollen über ihre Rechte Bescheid wissen und sie auch bekommen. Vor allem Mädchen sollen wissen, dass sie nicht der Besitz ihres Freundes oder später ihres Ehemanns sind.

Leidenschaft für das Theater

Ein weiteres Thema war ihre Leidenschaft für Theater. Sie erklärte: “Zum Theater kam ich in eurem Alter, als ich sah, wie sich in einem Theaterstück ein Schauspieler auf der Bühne von einem Menschen in einen Affen verwandelte. Ich fand es faszinierend, wie ein Mensch das darstellen kann und wie Schauspieler Gefühle vermitteln können. Später habe ich Shakespeare kennengelernt, den englischen Autor, der mich sehr beeindruckt hat. Ich schaue auch gerne Menschen zu, wenn sie mit ihrem Gesicht und mit ihrem ganzen Körper Geschichten erzählen können.“

Interessant war für mich als Schüler, welche Herausforderungen Frau Ablinger für die Zukunft dieser Schule sieht. „Wir haben sehr viele Schülerinnen und Schüler. Unsere Herausforderung ist, unsere Kinder gut in die Zukunft zu begleiten. Dabei müssen wir berücksichtigen, dass sie aus unterschiedlichen Familien kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Wichtig ist es, euch darauf vorzubereiten, dass ihr einen guten Lehrberuf lernen könnt oder in einer weiterführenden Schule bestehen könnt. Das Wichtigste aber ist, dass wir möglichst keine Kinder auf dem Weg dahin verlieren. Das heißt, alle sollen die Schule abschließen.“

Auf meine Frage, wie sie mit Stress umgeht, antwortete sie: „Ich versuche mich vor allem am Wochenende beim Radfahren, Wanderern, Lesen und im Kino bei einem guten Film zu erholen.”

Kaiserschmarrn und Kroatien

Am Ende des Interviews habe ich ihr noch ein paar kurze Fragen gestellt und ich bat sie, sie möglichst mit einem Wort zu beantworten:

Liebstes Hobby: Radfahren

Lieblingsessen: Kaiserschmarrn

Liebstes Urlaubsland: Kroatien

Beschäftigung in den Sommerferien: Viel reisen

Frau Ablinger ist eine beeindruckende Person, die sich nicht nur für unsere Schule, sondern auch für viele andere wichtige Themen einsetzt. Nachdem ich nun herausgefunden habe, wer sie wirklich ist und was ihr wichtig ist, finde ich sie fantastisch. Ich wundere mich, wie sie das alles schafft und bewundere sie sehr für ihren Einsatz.

Ich bin froh, sie als Direktorin zu haben und hoffe, dass sie uns noch lange begleitet.






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