„Boah, schon wieder acht Uhr, und das Klassenzimmer ist schon halb voll.“
Ich lasse meine Tasche neben den Tisch fallen und sehe die neuen Tablets auf jedem Platz liegen. Unser Lehrer grinst schon so motiviert, als hätte er persönlich das WLAN erfunden. In dem Moment denke ich mir: Crazy eigentlich, dass das alles durch Steuern bezahlt wird. Die Geräte, die Bücher im Regal, sogar die Heizung, die verhindert, dass wir im Winter wie Pinguine dasitzen.
Meine Schule – durch Steuern finanziert und für uns so wichtig
Ich bin ja fast jeden Tag da. Aber nicht nur, um Stoff in mein Gehirn zu laden wie ein Update. Letzte Woche zum Beispiel mussten wir in Geschichte ein Projekt machen. Gruppenarbeit, alle erst so „oh nein“. Und dann saßen wir da, haben diskutiert, uns gegenseitig Dinge erklärt, Präsentationen gebaut. Einer hat das Design gemacht, ich hab recherchiert, jemand anderes hat geredet. Am Ende standen wir vorne und waren lowkey stolz. Ohne Schule gäbe es genau diese Momente nicht. Dieses gemeinsame Struggeln und dann gemeinsam abliefern.
Oder die Tablets: Früher haben wir alles aus Büchern abgeschrieben. Jetzt recherchieren wir direkt im Unterricht, machen Quizze online, erstellen Präsentationen mit Videos. Das fühlt sich einfach moderner an. Und ja, das kostet Geld. Genauso wie die Bibliothek bei uns in der Schule, wo ich vor Referaten immer noch schnell Infos suche.
Ohne Schule wäre mein Alltag komplett anders. Weniger Struktur, weniger Austausch, weniger Perspektiven. Ich würde nicht täglich mit so vielen unterschiedlichen Meinungen konfrontiert werden. Und genau das erweitert meinen Horizont, auch wenn ich es manchmal erst später checke.
Chancengleichheit ermöglicht allen zu träumen
Ich finde es gut, dass Steuergeld in Schulen fließt, weil Bildung nicht davon abhängen sollte, wie viel Geld eine Familie hat. Jede Person sollte die Chance bekommen, etwas zu lernen, sich zu entwickeln, vielleicht sogar Träume zu entdecken, von denen man vorher nichts wusste. Schule ist nicht nur ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem Zukunft vorbereitet wird.
Steuern klingen oft trocken. Aber wenn ich morgens im warmen Klassenzimmer sitze, mit funktionierendem Beamer, WLAN und genug Büchern für alle, sehe ich ganz konkret, was sie bewirken. Und dann merkt man: Das ist nicht irgendein abstraktes System. Das ist mein Alltag. Und der wäre ohne das alles ziemlich leer.
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