Neulich saß ich mit meinem Freundeskreis zusammen, ganz normaler Nachmittag, Kaffee, Handy in der Hand, Gespräche durcheinander. Irgendwann kam das Thema Geld auf. Wer wofür wie viel ausgibt, was am Monatsende übrig bleibt. Und plötzlich fiel etwas auf, das sich nicht mehr wegreden ließ: Fast alle Mädchen aus der Runde gaben jeden Monat deutlich mehr Geld aus als die Jungs. Nicht für Luxus, nicht für Spaß, sondern für Dinge, die einfach nötig sind. Hygieneartikel. Tampons, Binden, Rasierer, Pflegeprodukte. Sachen, auf die niemand verzichten kann.
Gerade jetzt, in einer Zeit, in der alles immer teurer wird, verstehe ich diese Ungerechtigkeit überhaupt nicht. Hygieneprodukte sind kein Luxus, sondern notwendig. Trotzdem kosten sie viel Geld und müssen regelmäßig gekauft werden. Wenn man darüber nachdenkt, wie sich diese Ausgaben über Jahre oder sogar ein ganzes Leben hinweg summieren, wird erst richtig deutlich, wie unfair das eigentlich ist.
Frauen zahlen drauf
Besonders problematisch finde ich, dass viele junge Frauen noch kein fixes Einkommen haben. Trotzdem müssen sie Monat für Monat für diese Produkte zahlen, ohne eine Alternative zu haben. Für mich fühlt sich das wie eine zusätzliche finanzielle Belastung an, die einfach hingenommen wird. Versucht man, eine logische oder faire Erklärung dafür zu finden, stößt man oft nur auf eine Antwort: „Das ist halt so, wenn du eine Frau bist.“
Genau dieser Satz macht mich nachdenklich. Warum sollte ich mich mit so einer Begründung zufriedengeben? Nur weil ich ein Mädchen bin? Ungerechtigkeit sollte kein Normalzustand sein, nur weil sie schon lange existiert. Wenn Gleichberechtigung wirklich ernst gemeint ist, dann sollte sie auch im Alltag spürbar sein. Vielleicht ist es an der Zeit, nicht nur darüber zu reden, sondern als Gesellschaft endlich etwas zu verändern und für mehr Fairness zwischen den Geschlechtern zu sorgen.
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