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Juhu! Der Fasching ist da! Euch allen einen schönen Faschingsdienstag

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Volontärin · College Rookie Team
23.02.2026
3 Min.

Der Fasching ist eine Zeit voller Farben, kreativer Kostüme und fröhlicher Menschen. Es ist ein Fest des Schlemmens, Verkleidens und des Frühlingsbeginns, bei dem durch Umzüge und Partys symbolisch der Winter vertrieben wird. Überall erklingen laute Musik, Gesang und Gelächter. Zu typischen Faschingsliedern wird mitgesungen und getanzt. Was macht ihr denn so?

Fasching macht Spaß und lockert auch den Unterricht auf. (Foto: Tho-Ge)

Nun ist diese wunderbare Zeit wieder da. Die Menschen sitzen nicht mehr gelangweilt zu Hause, sondern feiern, lachen und genießen das Leben. Sie feiern bis in die Nacht und singen laut zu bekannten Liedern mit.

Zu diesem Anlass dürfen ausgefallene Verkleidungen, bunte Dekorationen wie Luftballons und Luftschlangen sowie leckere Speisen und Getränke nicht fehlen. Besonders beliebt sind Fingerfood, Krapfen und auch alkoholische Getränke. Dazu kommen Musik und Spiele wie Polonaise oder „Reise nach Jerusalem“, die für gute Stimmung sorgen.

Was wird an Fasching gefeiert?

Viele denken, es sei nur ein Fest, um mit Freunden und Familie Spaß zu haben. Doch Fasching ist viel mehr als das. Zwar bereitet er vielen Freude, aber nur wenige wissen, worum es ursprünglich geht. Fasching ist ein christlicher Brauch, der sich seit mehreren Jahrhunderten erhalten hat und bereits im Mittelalter gefeiert wurde.

An Fasching, auch Karneval oder Fastnacht genannt, wird die Zeit vor der 40-tägigen christlichen Fastenzeit gefeiert, die am Aschermittwoch beginnt. Oft wird diese Phase als das große Aufbäumen vor der Fastenzeit bezeichnet.

Der Ursprung des Faschings

Ursprünglich diente das Fest dazu, Vorräte wie Fleisch, Schmalz, Eier und Milch aufzubrauchen. Diese Lebensmittel waren während der Fastenzeit bis Ostern nicht erlaubt. Bevor die Fastenzeit begann, wurden sie daher verbraucht, statt sie verderben zu lassen.

Früher war es außerdem eine der wenigen Zeiten im Jahr, in denen das einfache Volk Kritik an der Obrigkeit und der Kirche üben durfte – die sogenannte Narrenfreiheit. Durch Kostüme und Masken schlüpften die Menschen in andere Rollen, wodurch die soziale Ordnung symbolisch auf den Kopf gestellt wurde.

Besonders in der deutschen Tradition geht es darum, mit lautem Lärm, Glocken und schaurigen Masken die bösen Geister der kalten Jahreszeit zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.

Wer hat den Fasching erfunden?

Den heutigen organisierten Karneval prägten die Bürger von Köln. Im Jahr 1823 wurde das „Festkomitee Kölner Karneval“ gegründet, um das zuvor eher wilde Treiben in geordnete Bahnen zu lenken und zugleich politische Kritik an den damaligen preußischen Besatzern zu äußern.

Die Wurzeln des Faschings reichen jedoch weiter zurück. Bereits im 11. Jahrhundert wurde die Fastenzeit kirchlich geregelt. Die älteste schriftliche Erwähnung der „Fastennacht“ findet sich um 1206 im Roman „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach.

Schon in der Antike gab es Feste, bei denen soziale Hierarchien vorübergehend aufgehoben wurden. Auch bei den Römern und Griechen standen Rollentausch und Ausgelassenheit im Mittelpunkt. Diese Traditionen gelten als mögliche Vorläufer des heutigen Faschings.

Die fünfte Jahreszeit

Fasching ist unter vielen Namen bekannt, zum Beispiel als Karneval oder Fastnacht. Oft wird er auch die „fünfte Jahreszeit“ genannt. Dieser Begriff passt, weil der Karneval eine eigene Welt mit besonderen Regeln schafft, die den normalen Alltag für einige Wochen unterbricht.

In vielen Regionen beginnt die Saison bereits am 11.11. um 11:11 Uhr und dauert bis zum Aschermittwoch. Dieser lange Zeitraum fühlt sich tatsächlich wie eine zusätzliche Jahreszeit zwischen Winter und Frühling an.

Während dieser Zeit gilt die Narrenfreiheit. Sie erlaubt es den Menschen, durch Verkleidungen in andere Rollen zu schlüpfen und die Obrigkeit humorvoll zu verspotten. Für kurze Zeit herrscht somit ein Ausnahmezustand im Kalender.



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