Und, habt ihr geklatscht?

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TOP 10 Autorin
Volontärin · BRG Kufstein
17.08.2026
2 Min.

Am 16. August hieß es zum ersten Mal: Zeit zum Klatschen. Beim „World Clap Day“ sollten Menschen auf der ganzen Welt zur selben Zeit für einen kurzen Moment in die Hände klatschen. In Österreich war es aufgrund der Zeitverschiebung um 16 Uhr so weit.

Gemeinsam klatschen und Freude teilen (Foto: Konstantin Hopp auf Unsplash )

Zugegeben: Irgendwie klingt die Idee schon ein bisschen verrückt. Menschen auf der ganzen Welt sollen gleichzeitig klatschen, und dann? Was passiert danach?

Eigentlich nicht besonders viel. Genau das macht die Aktion für mich aber irgendwie interessant. Es ging nicht darum, Geld zu sammeln, einen Rekord aufzustellen oder irgendeinen Wettbewerb zu gewinnen. Die Idee dahinter war vielmehr, Menschen für einen kurzen Moment miteinander zu verbinden, unabhängig davon, wo sie leben oder welche Sprache sie sprechen.

Warum muss man alles haten?

Natürlich hat nicht jeder mitgemacht. Und das ist auch völlig in Ordnung. Wenn du keine Lust hast, eine Sekunde lang zu klatschen, dann klatschst du eben nicht.

Was mich allerdings überrascht hat, waren die vielen negativen Reaktionen auf die Aktion. Unter Beiträgen zum World Clap Day fanden sich zahlreiche Kommentare von Menschen, die sich darüber lustig machten oder sich fragten, was dieser „Unsinn“ überhaupt bringen soll.

Nicht alles muss einen Nutzen haben!

Und da frage ich mich ehrlich: Muss wirklich alles einen großen Nutzen haben? Wir verbringen jeden Tag Zeit mit Dingen, die eigentlich keinen besonderen Zweck erfüllen. Wir schauen Videos, hören Musik, lachen über irgendwelche Memes oder machen Dinge einfach, weil sie Spaß machen. Warum sollte dann ausgerechnet eine Sekunde gemeinsames Klatschen sinnlos oder peinlich sein? Vielleicht ist der World Clap Day tatsächlich etwas seltsam. Vielleicht bringt eine Sekunde Klatschen die Welt auch nicht plötzlich näher zusammen. Aber wenn jemand Freude daran hat, warum sollte man ihm das schlechtreden?

Man muss schließlich nicht bei allem mitmachen, was andere Menschen toll finden. Manchmal reicht es vielleicht auch einfach, etwas nicht zu mögen, ohne es gleich zu hassen.



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