Der Familypark in St. Margarethen gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen des Burgenlands. Mit mehr als 30 Attraktionen bezeichnet er sich selbst als Österreichs größten Freizeitpark. 2026 kamen mit der Rotonda und dem Wilden Winzer zwei weitere Attraktionen dazu. Für mich steckt hinter dem Park allerdings mehr als Achterbahnen und Fahrgeschäfte. Ich verbinde mit ihm einen Teil meiner Kindheit.
Wenn ich an den Familypark denke, denke ich zuerst an Ausflüge mit meiner Familie und meinen Freund*innen. Schon die Fahrt dorthin fühlte sich früher anders an als ein gewöhnlicher Tagesausflug. Sobald wir angekommen waren, begann meistens die Diskussion: Welche Attraktion zuerst? Wer traut sich mit? Und wer kneift doch noch kurz vor dem Einsteigen?
Besonders die Achterbahnen gehörten für mich dazu. Dabei vertrug mein Magen den Spaß nicht immer so gut wie der Rest von mir. Nach mehreren Fahrten hintereinander brauchte ich hin und wieder eine Pause, weil mir übel wurde. Im Nachhinein gehören selbst diese Momente zu den Erinnerungen, über die ich heute lachen kann.
Mehr als Achterbahnen
Wer den Familypark nur mit Achterbahnen verbindet, verpasst einen großen Teil des Parks. Auf dem Gelände gibt es zahlreiche kleinere Fahrgeschäfte, Wasserattraktionen und Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.
Dazu kommt die Gestaltung. Verschiedene Themenbereiche, Figuren, Gebäude und kleine Details sorgen dafür, dass sich der Park wie eine eigene Welt anfühlt. Gerade als Kind hat mich das wahrscheinlich genauso begeistert wie die großen Fahrgeschäfte.
Auch heute verändert sich der Park weiter. 2026 eröffnete mit der Rotonda eine neue Hauptattraktion. Das neue Areal greift mit Weinreben, Fässern und mediterranen Gebäuden sogar die Weinbaukultur rund um den Neusiedler See auf. Damit verbindet der Park ein Stück Burgenland mit klassischem Freizeitparkgefühl.
Ein Ort, den fast jede*r kennt
Als Geheimtipp lässt sich der Familypark wirklich schwer verkaufen. Viele Menschen in Österreich kennen ihn, besonders im Burgenland und im Osten des Landes. Der Park liegt nur wenige Kilometer von Rust und dem Neusiedler See entfernt.
Aber ein Lieblingsort muss für mich auch kein versteckter Platz sein, den nur wenige kennen. Entscheidend ist, was ich mit diesem Ort verbinde.
Bei mir sind es keine einzelnen spektakulären Momente. Es sind die vielen kleinen Erinnerungen: mit Freund*innen durch den Park laufen, gemeinsam überlegen, was wir als Nächstes fahren, mit der Familie einen ganzen Tag dort verbringen und irgendwann müde wieder nach Hause fahren.
Vielleicht gehört sogar das Gefühl dazu, nach einer Achterbahnfahrt mit leicht flauem Magen auf einer Bank zu sitzen und sich fest vorzunehmen, jetzt erst einmal eine Pause zu machen.
Nur um zehn Minuten später doch wieder vor der nächsten Attraktion zu stehen.
Kommentare