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Kleidung ist mehr als nur etwas zum Warmhalten: Die Schattenseiten der Modetrends

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Volontär · HLA Baden
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28.01.2026
2 Min.

Dazu zu gehören ist immer auch eine Frage der Kleidung. Besonders angesichts rasch wechselnder Trends spielt dabei auch das Geld eine Rolle, denn nicht alle können da mithalten und immer kaufen, was gerade angesagt ist. Doch nicht nur Menschen leiden darunter, auch die Umwelt tut es.

Shoppen um dazu zu gehören: Besser wäre es, Second Hand auf nachhaltigen Mode-Apps zu kaufen. (Foto: Shutterstock)

Mode spielt eine große Rolle im Leben vieler junger Menschen. Klamotten sind nicht nur dafür da, um uns, wie vor 300 Jahren, vor Wind und Regen zu schützen, sondern wir setzen damit auch ein Zeichen nach außen. Es macht klar, wohin wir gehören. Ohne einen eindeutigen Style ist man ein "Nichts" in der Gesellschaft.

Oberflächlichkeit

Indem Teenager einem Modetrend folgen, fühlen sie sich als Teil einer Gruppe. Moderne Klamotten zeigen, wie "reich" oder wie "erfolgreich" jemand ist. Wenn du Markenklamotten trägst, bist du sowieso der "Allercoolste".

Doch wer diesen Trends nicht folgt, hat es oft schwer. Wenn jemand nicht die "richtigen" Klamotten trägt, wird er oder sie schnell ausgeschlossen oder nicht ernst genommen. In vielen Gruppen entscheidet der Style darüber, wer dazugehört und wer nicht. Trägst du lieber dunkle Farben, wirst du als introvertiert abgestempelt und bei hellen Farben genau andersherum. Wir wissen doch alle, dass man Menschen nicht nach ihrem Äußeren beurteilen sollte. Warum tun wir es dann trotzdem?

Der Vorteil des Geldes

Geld spielt beim Shoppen eine wichtige Rolle. Wenn jemand nicht genug Geld hat, um sich neue Klamotten oder teure Markenklamotten zu kaufen, verliert er oder sie oft das Gefühl, dazuzugehören. Viele Jugendliche, die noch nicht Arbeiten gehen oder nicht viel Taschengeld bekommen, fühlen sich dann unsicher und weniger Wert. Dabei wird oft vergessen, dass Markenklamotten oder das ständige Kaufen von Kleidungsstücken nicht selbstverständlich ist.

Katastrophen durch Trends?

Durch das ständige Produzieren und Kaufen von Kleidung verschlechtert sich die Umwelt drastisch. Schon einmal darüber nachgedacht, was mit der Kleidung passiert, die niemand mehr will? Die wenigsten Stoffstücke gehen als Spenden an arme Menschen oder an Organisationen.

Durch den Artikel "Afrikas Textilmüll ist unsere Verantwortung", veröffentlicht von Greenpeace, wurde wieder mal klargestellt, was durch die Fashion-Seasons mit der Kleidung passiert. Ein Großteil der Kleidung wird aus der EU nach Ghana, Kenia und Tansania exportiert. Er landet in Massen auf Müllhalden und verschmutzt dort die Umgebung erheblich.

Was können wir dagegen machen?

Wir müssen nicht jeden Trend mitmachen, nur weil andere es tun. Für die Umwelt ist es viel besser, wenn wir Trends auch einfach mal ignoriert. Wir könnten unsere gewünschte Kleidung zum Beispiel auf Vinted kaufen. Diese nachhaltige App ist eine gute Möglichkeit, sich Kleidung anzuschaffen und die meisten Exemplare sind sogar sehr schick.

Außerdem ist es vollkommen in Ordnung, drei Monate oder sogar länger dieselben Klamotten zu tragen, solange sie regelmäßig in der Waschmaschine landen. Niemand hat das Recht, uns zu sagen, dass unsere Kleidung nicht mehr „im Trend“ ist, denn Mode bestimmt nicht, wer wir sind.


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