Tom Holland ist der Spider-Man der jüngeren Generation. Seit 2016 spielt er Peter Parker und begeistert damit Millionen Fans. Viele finden, dass er die Figur besonders glaubwürdig verkörpert – auch, weil er selbst weiß, wie es sich anfühlt, in der Schule nicht dazuzugehören. Als Kind wurde Holland wegen seiner Leidenschaft fürs Tanzen gemobbt. Seine eigenen Erfahrungen helfen ihm heute dabei, Peter Parker nicht nur als Superhelden, sondern auch als unsicheren Außenseiter darzustellen.
Tom Hollands harte Schulzeit
In seiner Jugend besuchte Tom Holland das Wimbledon College, eine reine Jungenschule. Dort galt Rugby als besonders wichtig. Wer sich nicht für Sport interessierte, hatte es schwer, dazuzugehören. Holland begeisterte sich dagegen schon früh für das Tanzen, insbesondere für Ballett. Wegen seiner Leidenschaft wurde er in der Schule regelmäßig gehänselt und ausgeschlossen.
Auch seine guten schulischen Leistungen machten ihn teilweise zur Zielscheibe, weil akademischer Erfolg unter manchen Mitschülern als uncool galt. Holland erlebte dadurch selbst, wie es sich anfühlt, nicht in eine Gruppe zu passen.
Vom Tänzer zum Spider-Man
Seine Ausbildung im Tanz half Holland später auf seinem Weg zum Schauspieler. Sie gab ihm Beweglichkeit, Körperbeherrschung und ein gutes Gefühl für seine Bewegungen – Fähigkeiten, die ihm besonders bei der Rolle des Spider-Man zugutekamen.
Schon als Kind stand Holland auf der Bühne. In Billy Elliot the Musical im Londoner West End übernahm er schließlich die Hauptrolle. Auch bei Castings konnte er mit seinen körperlichen Fähigkeiten überzeugen. Beim finalen Casting für Spider-Man soll er unter anderem einen Rückwärtssalto gemacht haben.
Als Spider-Man führte Holland später viele seiner Stunts selbst aus. Seine Erfahrung mit Tanz und Akrobatik half ihm dabei, die Bewegungen der Comicfigur besonders natürlich wirken zu lassen.
Im Rampenlicht über die eigene Vergangenheit sprechen
Im Juli 2017 sprach Tom Holland in einem Interview mit dem US-Magazin People über seine Erfahrungen aus der Schulzeit. Das Gespräch fand während der Promotion für seinen ersten Solo-Film Spider-Man: Homecoming statt.
Auch später blickte Holland immer wieder auf seine Kindheit zurück. 2019 sprach er in The Times über seine Zeit bei Billy Elliot und darüber, wie sich sein Leben vom gehänselten Ballettschüler zum international bekannten Schauspieler verändert hatte.
In Interviews betont Holland immer wieder, dass er sich gerade wegen seiner eigenen Vergangenheit mit Peter Parker identifizieren kann. Auch Peter fühlt sich in der Schule oft wie ein Außenseiter und muss seinen eigenen Weg finden.
Was ihm die Erfahrung mit Mobbing gebracht hat
Holland hat aus seiner schwierigen Schulzeit vor allem Widerstandskraft und Verständnis für Menschen entwickelt, die sich ausgeschlossen fühlen. Die Erfahrungen haben ihm gezeigt, wie verletzend Ablehnung sein kann.
Diese Erfahrung kann ihm auch in seinem Beruf helfen. In der Filmbranche gehören Absagen bei Castings, öffentliche Kritik und der Druck durch die Öffentlichkeit zum Alltag. Holland weiß bereits aus seiner Kindheit, wie es sich anfühlt, mit Ablehnung umzugehen.
Seine Vergangenheit macht ihn deshalb nicht nur zu einem körperlich überzeugenden Spider-Man. Sie hilft ihm auch dabei, die verletzlichere Seite von Peter Parker glaubwürdig darzustellen.
Holland setzt sich gegen Mobbing ein
Heute nutzt Holland seine Bekanntheit auch, um auf das Thema Mobbing aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Zendaya beteiligte er sich an einer Videokampagne der US-Organisation Stomp Out Bullying, die sich gegen Mobbing und Ausgrenzung an Schulen richtet.
Außerdem unterstützt Holland mit der Stiftung The Brothers Trust verschiedene kleinere Hilfsorganisationen. Die Stiftung sammelt unter anderem Geld für Projekte, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.
Damit versucht Holland, seine Bekanntheit nicht nur für seine eigene Karriere zu nutzen, sondern auch Menschen zu unterstützen, die Hilfe brauchen.
Was Tom Hollands Geschichte zeigt
Tom Hollands Geschichte zeigt, dass Ausgrenzung nicht das Ende einer Entwicklung sein muss. Seine Leidenschaft fürs Tanzen machte ihn in der Schule zunächst zum Außenseiter. Jahre später wurde genau diese Fähigkeit zu einem wichtigen Teil seiner Karriere.
Vielleicht ist das auch das Interessante an seiner Geschichte: Die Eigenschaft, für die andere ihn früher ausgelacht haben, wurde später zu einer seiner größten Stärken. Holland zeigt damit, wie wichtig es sein kann, an den eigenen Interessen festzuhalten – auch dann, wenn andere sie nicht verstehen.
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