Dieses Gefühl an der Kassa, wenn der Betrag aufleuchtet und man sich denkt: „Wie kann das schon wieder so viel sein?“ Das kenne ich inzwischen nur zu gut. Man geht mit einer normalen Einkaufsliste rein und kommt mit einer Mini-Krise wieder raus. Obwohl ich noch jung bin und neben der Schule verdiene, merkt man es trotzdem.
Ein Blick hinter die Kassa
Vor allem durch meinen Samstagsjob im Handel sehe ich es jede Woche live. Vor mir stehen Menschen mit einem ganz normalen Wocheneinkauf. Im Wagen liegt von allem etwas: ein bisschen Obst, Nudeln, Milch, vielleicht Waschmittel. Kein Luxus, kein übertriebener Großeinkauf. Und dann erscheinen plötzlich 100 Euro auf dem Bildschirm. Jedes Mal frage ich mich, wie das so schnell passieren kann. Vielen sieht man die Überraschung deutlich an. Manche vergleichen die Preise immer wieder mit früher. Und sie haben recht.
Genau deshalb würde ich bei drei ganz simplen Dingen ansetzen:
Alltägliche Lebensmittel
Brot. Milch. Eier. Obst. Gemüse. Einfach Sachen, die jede Woche gebraucht werden. Ich habe selbst schon Dinge zurück ins Regal gelegt, weil ich gemerkt habe, dass es sonst zu viel wird. Und ich sehe im Job, dass andere genau dasselbe machen. Wenn hier die Mehrwertsteuer gesenkt werden würde, würde man das sofort spüren. Weniger Stress an der Kassa. Weniger Rechnen im Kopf. Essen ist keine Luxusentscheidung, es ist Grundversorgung.
Öffi-Tickets
Wer regelmäßig fährt, weiß, wie viel da im Monat zusammenkommt. Gerade für Schüler:innen, Studierende oder Pendler:innen ist das viel Geld. Mobilität entscheidet darüber, ob man arbeiten kann, Freunde trifft oder einfach unabhängig ist. Wenn Tickets günstiger wären, würde ich vielleicht selbst öfter auf das Auto verzichten.
Hygieneprodukte wie Tampons oder Windeln
Bestimmte Pflegeartikel kauft man nicht optional. Man braucht sie. Punkt. Und trotzdem zahlt man jeden Monat ordentlich dafür. Besonders für Familien summiert sich das enorm. Ich persönlich bin von beiden Fällen nicht betroffen. Trotzdem denke ich mir immer wieder, dass es einfach fairer für alle wäre.
Mir geht es nicht darum, Luxus billiger zu machen, sondern das Leben ein Stück leichter zu gestalten. Ich sehe jede Woche, wie schnell ein normaler Einkauf dreistellig wird und genau dort sollte man ansetzen, bei den Dingen, die wirklich jede Person braucht.
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