Teuer heißt nicht automatisch besser

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Volontärin · GRG10 Laaerberg Gymnasium
20.04.2026
2 Min.

Wenn ich eine Stunde selbst gestalten dürfte, würde ich ein Thema wählen, das fast jeden betrifft und dennoch oft missverstanden wird: Hautpflege und der Einfluss von Social Media. Mein Ziel wäre, dass meine Mitschüler verstehen: Informierte Entscheidungen sind wichtiger als blinder Konsum.

Auch günstige Cremen können kleine Wunder wirken. (Foto: Unsplash)

Ich stand vor ein paar Wochen in der Drogerie und habe bestimmt fünf Minuten vor einem Regal mit Gesichtspflege verbracht. In der einen Hand hatte ich eine teure Creme für über 80 Euro, in der anderen eine viel günstigere. Die teure sah einfach „besser“ aus: schwere Verpackung, Goldschrift, alles wirkte irgendwie luxuriös. Ich habe kurz gedacht: Vielleicht ist sie wirklich besser…?

Dann habe ich die Inhaltsstoffe verglichen. Und ehrlich gesagt: Ich habe kaum einen Unterschied gesehen. In der günstigeren Creme war sogar Azelainsäure enthalten, die mir bei meinen Hautproblemen helfen kann. Am Ende habe ich mich für die billigere entschieden, und war überrascht, dass sie bestens funktioniert hat.

Da habe ich gemerkt: Wir zahlen oft nicht für die Wirkung, sondern für die Marke und das Design. Seitdem schaue ich viel genauer auf die Inhaltsstoffe statt auf den Preis.

Der Einfluss von Influencern

Abends liege ich oft im Bett und scrolle durch TikTok. Immer wieder kommen Videos von Influencern, die „ihre aktuelle Skincare-Routine“ zeigen. Alles sieht perfekt aus: reine Haut, schönes Licht, alles wirkt total überzeugend. Einmal habe ich ein Video gesehen, in dem ein Serum richtig gehypt wurde. Für einen Moment war ich kurz davor, es direkt zu bestellen.

Dann habe ich darüber nachgedacht: Woher weiß ich eigentlich, ob das wirklich so gut ist? Oder ob es einfach nur Werbung ist? Viele dieser Influencer benutzen Filter oder bekommen Geld für solche Videos. Das sieht man aber nicht sofort.

Seitdem versuche ich, kritischer zu sein. Nur weil etwas online gut aussieht, heißt das nicht, dass es auch zu mir passt.

Weniger ist mehr: Der „Skinimalismus“

Früher dachte ich, je mehr Produkte ich benutze, desto besser wird meine Haut. Ich hatte eine Zeit lang echt viele Sachen gleichzeitig: mehrere Seren, Cremes, Peelings. Morgens und abends stand ich ewig im Bad.

Aber anstatt besser wurde meine Haut eher gereizt. Sie war trocken und hat manchmal sogar gebrannt. Ich war richtig genervt, weil ich ja eigentlich dachte, ich tue meiner Haut etwas Gutes.

Irgendwann habe ich alles reduziert und nur noch drei Dinge benutzt: Reinigung, Feuchtigkeit und Sonnenschutz. Und plötzlich wurde meine Haut ruhiger.

Da habe ich verstanden: Mehr ist nicht immer besser. Die Haut braucht nicht zehn Produkte, sondern die richtigen.

Erst denken, dann kaufen

Heute überlege ich viel mehr, bevor ich etwas kaufe. Ich frage mich: Brauche ich das wirklich? Passt es zu meiner Haut? Oder lasse ich mich gerade nur beeinflussen?

Wir brauchen keine 10-Schritte-Routine und keine extrem teuren Produkte. Viel wichtiger ist es, seine eigene Haut zu verstehen und sich nicht von Werbung oder Trends unter Druck setzen zu lassen. Wenn wir bewusst auswählen, sparen wir nicht nur Geld, sondern tun unserer Haut auch wirklich etwas Gutes.



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