Ich besuche die 4. Klasse einer Handelsakademie und befinde mich derzeit mitten in der Schularbeitenphase. Eine habe ich bereits hinter mir, noch sechs liegen vor mir. Dazu kommen natürlich nicht nur Schularbeiten, sondern auch Tests, mündliche Prüfungen und viele Hausübungen. Nebenbei stehen auch der Führerschein, Nachhilfegeben und die immer näher rückende Diplomarbeit an. Vormittags Schule, nachmittags lernen, abends am besten noch Sport, wie soll ich da noch Zeit für mich selbst haben?
Ausgleich finden
Neben all den Pflichtaufgaben, sei es in der Schule oder im Alltag, sollten wir alle etwas haben, auf das wir uns am Ende des Tages freuen können. Bei mir ist das Sport. Ich spiele im Volleyballverein meiner Schule und habe jede Woche Training. Außerdem gehe ich dreimal pro Woche nach der Schule ins Fitnessstudio. So kann ich am besten Stress abbauen und meinen Kopf freibekommen.
Egal was es ist: wichtig ist, dass es einem selbst Freude macht. Solche Auszeiten sollte man nicht vernachlässigen, da sie helfen können, Stress im Alltag zu reduzieren.
Grenzen und Prioritäten setzen
Ich nehme die Schule sehr ernst und lerne viel für bevorstehende Prüfungen. Dabei mache ich mir oft selbst großen Druck, als müsste ich ständig „performen“. Deshalb bin ich häufig gestresst, und genau deswegen sind Grenzen so wichtig.
Bei mir ist es oft so, dass ich mich ab etwa 21:00 Uhr nicht mehr konzentrieren kann. Mein Körper zeigt mir dann deutlich, dass es Zeit ist aufzuhören. In solchen Momenten setze ich bewusst eine Grenze und versuche nicht, noch mehr Lernstoff in einen ohnehin müden Kopf zu pressen.
Auch Prioritäten spielen eine große Rolle. Wenn eine Schularbeit und ein Test anstehen, sollte man sich natürlich auf die Schularbeit konzentrieren. Gleichzeitig bedeutet Prioritäten setzen aber auch, manchmal bewusst eine Pause zu machen – etwa eine Stunde mit Freunden an die frische Luft zu gehen.
Stress nicht hineinfressen
Jeder hat viel zu tun, aber das Wichtigste ist: Wir sind damit nicht allein. Auch wenn nicht jeder meiner Tipps für alle funktioniert, dieser hilft bestimmt: Über Sorgen und Stress zu sprechen.
Wenn ich mit Freunden über Dinge rede, die mich belasten, hilft mir das sehr. Oft findet man dabei sogar Lösungen oder fühlt sich danach einfach leichter. Auch Familie oder Haustiere können dabei ein „offenes Ohr“ sein. Wenn man nicht reden möchte, hilft es manchmal auch, alles aufzuschreiben. Oft fehlen im Kopf die richtigen Worte, aber auf Papier ordnen sie sich besser.
Stress gehört zum Leben dazu, aber er sollte einen nicht komplett bestimmen. Auch schwierige Phasen gehen vorbei. Ich habe noch sechs Schularbeiten vor mir, aber ich versuche, alles Schritt für Schritt zu sehen. Bald ist wieder eine geschafft – und ich habe gelernt, dass ich nicht immer perfekt sein muss. Fehler sind menschlich und gehören dazu, weil man nur so wirklich lernen kann.
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