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Streber oder kurz vor knapp: Wie lernst du?

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Volontärin · HLW Hollabrunn
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19.11.2025
3 Min.

Es gibt bekanntlich verschiedenste Charaktertypen. Aber wusstest du, dass es noch mehr bevorzugte Lerngewohnheiten gibt?

Schreiben, Hören, Sprechen: Wie lernst du, und kennst du den Kaugummi-Trick? (Foto: Shutterstock)

Hast du immer einen klar durchdachten Plan, oder wartest du lieber, bis dich der Lerndruck kurz vor dem Test einholt? Eine Woche vor der Prüfung bekommt man den Lernstoff. Doch wann die meisten anfangen zu üben, ist sehr unterschiedlich. Außerdem hat das Fach, in dem die Prüfung geschrieben wird, Einfluss auf das Lernverhalten vieler Schüler und Schülerinnen.

„Für Deutsch kann man sowieso nicht lernen!“, so die meisten meiner Mitschüler und Mitschülerinnen. Diese Aussage spiegelt sich dann am Zeitpunkt des Lernbeginns wider, nämlich erst ein bis zwei Tage davor.  Steht jedoch eine Schularbeit in den Fächern Betriebswirtschaft oder Mathe an, wird schon kurz nach der Lernstoffausgabe begonnen zu lernen. Ich habe zwei meiner Mitschülerinnen explizit zu dem Thema befragt und sie waren sich einig: „Für Mathe fange ich auf jeden Fall mindestens fünf Tage vor der Prüfung an, mich mit dem Thema zu befassen, Deutsch geht eher nebenbei.“

„Ich muss darüber sprechen, damit was hängen bleibt!“

So unterschiedlich, wie die Zeitpunkte des Lernstarts sind, sind auch die verschiedenen Lerntypen. Lesen, schreiben, hören oder doch lieber über das Thema sprechen? Ich persönlich merke mir Informationen am besten, wenn ich sie zusammenfasse. Außerdem muss ich alles in verschiedensten Farben unterstreichen, mir die verrücktesten Symbole dazu malen oder lustige Eselsbrücken als Notiz vermerken. Nicht ohne Grund sehen meine Zusammenfassungen aus, als hätte sich ein Kindergartenkind darüber ausgetobt.

Andere aber lernen lieber durchs Zuhören oder darüber sprechen. Eine gute Freundin von mir lernt zum Beispiel am liebsten zu zweit, um direkt über die Themen zu diskutieren. Im Gegensatz dazu bevorzugt Linda, eine meiner Mitschülerinnen, eher das selbstständige und ruhige Lernen. Sie erzählte, dass sie sich den Lernstoff durchliest und anschließend im Kopf wiederholt. So merkt sie sich die Informationen am schnellsten.

Es gibt kein Richtig oder Falsch

Neben der Zeiteinteilung und den bevorzugten Lernmethoden spielt auch der Ort, an dem wir uns neues Wissen aneignen, eine entscheidende Rolle. Lieber gemütlich im Bett, sitzend am Schreibtisch oder während dem Sporteln? So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedlich ist auch ihre liebste Lernatmosphäre. „Wie kannst du nur im Fitnesscenter lernen?“, diese Frage bekomme ich gar nicht so selten gestellt.

Für mich ist jedoch klar: Ich merke mir viel, während ich mich bewege. Egal ob locker am Fahrrad oder gehend am Laufband, die gesteigerte Durchblutung schärft mein Denkvermögen. Andererseits sitze ich auch mal gerne zu Hause an meinem Schreibtisch, um fokussiert zu arbeiten. Was dabei niemals fehlen darf, ist eine Kerze und ein großes Glas Wasser. Ich versuche, es mir so gemütlich wie’s nur geht zu machen, um das Lernen ein bisschen attraktiver zu gestalten. Hinzu kommt, dass ich am effektivsten ganz früh am Morgen (am besten noch vor der Schule) oder abends (nachdem ich Sport gemacht habe und alle anderen ToDo‘s abgehakt sind) lernen kann. Ich habe verschiedenste Methoden ausprobiert, um so meine perfekte Lernroutine zu schaffen. Das kannst du auch!

Denkblockade während dem Test? Kein Problem!

Mein Pro-Tipp für maximales Erinnerungsvermögen: Kaue beim Lernen denselben Kaugummi, den du dann auch bei der Prüfung kaust. Unser Gehirn kann Geschmäcker mit Informationen verknüpfen und dir so helfen, das Gelernte besser abzurufen. Du glaubst mir nicht? Probier’s doch gleich mal aus!



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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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