Im Sommer wollte ich mehr draußen trainieren, hatte aber keine Lust, dafür Geld für ein Fitnessstudio oder neue Ausrüstung auszugeben. Also bin ich in den neuen Calisthenics-Park bei der 43er Station Dornbacher Straße gegangen.
Dort braucht man eigentlich nicht viel. Ein paar Sportklamotten, Schuhe und schon kann es losgehen. Statt Hanteln oder Fitnessgeräten stehen dort Stangen und andere Trainingsmöglichkeiten, mit denen man mit dem eigenen Körpergewicht trainieren kann.
Für mich war genau das der interessante Punkt: Ich musste nichts kaufen, mich nirgends anmelden und konnte trotzdem ein richtiges Training machen.
Sportplatz statt Fitnessstudio
Genau solche Orte zeigen, dass Sport nicht automatisch Geld kosten muss. Ein öffentlicher Calisthenics-Park ist kostenlos und steht jedem offen. Auch ein Park, eine Laufstrecke oder eine Wiese können zum Sportplatz werden.
Ich finde das gerade für Jugendliche interessant. Nicht jeder kann oder möchte jeden Monat Geld für ein Fitnessstudio ausgeben. Und wenn man eine Sportart erst einmal ausprobieren will, möchte man vielleicht auch nicht sofort Ausrüstung kaufen.
Beim Training im Park fällt diese Hürde weg.
Nicht alles muss perfekt sein
Beim Sport kann schnell der Eindruck entstehen, dass man erst die richtige Ausrüstung braucht. Auf Social Media sieht man perfekt ausgestattete Fitnessstudios, spezielle Kleidung und komplizierte Trainingspläne.
Mein Training im Calisthenics-Park hat mir eher das Gegenteil gezeigt. Man kann auch einfach hingehen und anfangen.
Natürlich kann zusätzliche Ausrüstung sinnvoll sein. Aber für viele Übungen braucht man sie überhaupt nicht. Das Wichtigste ist, einen Ort zu haben, an dem man sich bewegen kann.
Gemeinsam macht es mehr Spaß
Noch besser funktioniert das Ganze mit Freunden. Statt alleine im Fitnessstudio zu trainieren, kann man sich draußen treffen und gemeinsam Sport machen.
Das ist für mich ein weiterer Vorteil von öffentlichen Sportplätzen: Man muss Sport nicht unbedingt als großes Projekt sehen. Man kann sich mit Freunden treffen und nebenbei trainieren.
Gerade im Sommer ist das eine ziemlich einfache Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu bringen.
Wenn man trotzdem Ausrüstung braucht
Natürlich funktioniert das nicht bei jeder Sportart. Wer Tennis spielen möchte, braucht einen Schläger. Wer Rennrad fahren möchte, braucht ein Fahrrad. Und für manche Sportarten kommt man um bestimmte Ausrüstung einfach nicht herum.
Aber auch dann muss man nicht alles sofort neu kaufen. Freunde oder Familie haben vielleicht etwas zum Ausleihen. Gebrauchte Ausrüstung kann ebenfalls eine Möglichkeit sein.
Gerade wenn man eine Sportart erst ausprobiert, finde ich das sinnvoller, als sofort viel Geld auszugeben.
Sport muss nicht teuer anfangen
Mein Besuch im Calisthenics-Park hat mir gezeigt, dass die erste Hürde oft kleiner ist, als man denkt. Ich musste keine neue Ausrüstung kaufen und kein Fitnessstudio suchen. Ich bin einfach hingegangen und habe trainiert.
Natürlich kann man für Sport viel Geld ausgeben. Man kann sich ein Rennrad kaufen, einem Verein beitreten oder ein Fitnessstudio besuchen.
Aber das ist nicht die einzige Möglichkeit.
Manchmal reichen ein öffentlicher Sportplatz, ein Paar Schuhe und ein bisschen Zeit.
Sport muss nicht perfekt ausgestattet beginnen. Er muss nur irgendwo anfangen.
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