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Jugendliche lieben Soziale Medien. Doch oft vergeuden sie dort nur stundenlang ihre Zeit

Instagram, TikTok, Snapchat oder WhatsApp. Für viele von uns sind soziale Medien ein fester Teil des Alltags. Schon morgens wird als Erstes aufs Handy geschaut und abends noch schnell durch den Feed gescrollt. Doch was machen soziale Medien eigentlich mit uns, und wie groß ist ihr Einfluss wirklich?

Drei bis vier Stunden täglich verbringen Jugendliche am Handy. (Foto: Declan Sun/unsplash)

Soziale Medien sind vor allem praktisch. Laut dem Jugend‑Internet‑Monitor nutzen in Österreich etwa 82 Prozent der Jugendlichen WhatsApp täglich, knapp danach folgen schon YouTube, Snapchat, TikTok und Instagram.

Der wichtigste Grund ist die Kommunikation. Jugendliche bleiben so mit Freundinnen und Freunden in Kontakt, auch wenn sie sich gerade nicht sehen, und können schnell Treffen oder Gruppenarbeiten organisieren.

Gleichzeitig bieten soziale Medien Unterhaltung. Lustige Videos, Memes oder Trends lenken vom Schulstress ab. Viele nutzen die Plattformen kreativ, indem sie eigene Videos, Fotos oder Texte veröffentlichen. Außerdem informieren sich viele über aktuelle Themen, da Nachrichten über soziale Medien besonders schnell verbreitet werden.

Die Schattenseiten

Doch nicht alles ist positiv. Studien zeigen, dass Jugendliche durchschnittlich drei bis vier Stunden pro Tag in sozialen Netzwerken verbringen. Dadurch bleibt weniger Zeit für Hausaufgaben, Hobbys oder Schlaf.

Ein großes Problem ist der ständige Vergleich mit anderen. Perfekt inszenierte Bilder und Videos vermitteln oft ein unrealistisches Bild vom Leben. Umfragen zufolge fühlen sich viele Jugendliche dadurch unter Druck gesetzt oder unzufrieden mit sich selbst.

Auch Cybermobbing ist ein ernstes Thema. Etwa jede fünfte Schülerin beziehungsweise jeder fünfte Schüler gibt an, schon einmal online beleidigt oder ausgegrenzt worden zu sein. Hinzu kommen Fake News: Falsche oder manipulierte Informationen verbreiten sich im Internet besonders schnell und können Meinungen beeinflussen.

Was wir tun können

Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien ist deshalb sehr wichtig. Dazu gehört, Bildschirmzeiten zu begrenzen, private Profile zu nutzen und kritisch zu hinterfragen, welche Inhalte online erscheinen. Expertinnen und Experten empfehlen außerdem, regelmäßig Handy‑Pausen einzulegen.

Wer merkt, dass Social Media Stress verursacht oder belastet, sollte darüber sprechen, zum Beispiel mit Freundinnen, Freunden, Eltern oder Lehrkräften. Viele Schulen bieten inzwischen Workshops zur Medienkompetenz an, um Schülerinnen und Schüler besser auf den Umgang mit sozialen Medien vorzubereiten. Soziale Medien sind weder nur gut noch nur schlecht.

Sie verbinden, informieren und machen Spaß, bringen aber auch Risiken mit sich. Entscheidend ist, wie bewusst Jugendliche sie nutzen. Wer achtsam bleibt und sich nicht von Likes oder Followerzahlen unter Druck setzen lässt, kann soziale Medien positiv nutzen, auch im Schulalltag.

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