Jede Schule hat andere Angebote, die nicht nur vom Typ abhängen. Natürlich hat eine HAK ein anderes Programm als eine HTL, aber selbst unter Gymnasien gibt es große Unterschiede. Immer weniger Schulen machen Latein verpflichtend, Altgriechisch ist fast vollständig verschwunden.
Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits kann jeder eine Schule mit passendem Stundenplan wählen, andererseits haben nicht alle dieselben Chancen auf ein Studium, da sie unterschiedliches Grundwissen haben. Stundenpläne sollten daher mehr Wahlpflichtfächer enthalten. Fremdsprachen wie Spanisch oder Französisch sollten wählbar sein, denn nicht jeder profitiert von Latein, zum Beispiel nur zukünftige Medizinstudierende.
Bildnerische Erziehung muss einfach sein
Ein Fach, das immer Pflicht sein sollte, ist Bildnerische Erziehung. Kreative Fächer fördern das Gehirn und die Psyche. In meiner Schule gibt es in den ersten zwei Jahren Werken, Kunst und Musik. Später muss man zwischen Kunst und Musik wählen. Mit zunehmendem Lernpensum schrumpft die Freizeit, und kreative Fächer werden oft gekürzt.
Ich bin überzeugt: Wir brauchen Kunst. Sie ermöglicht Selbstausdruck, hilft uns, Gedanken mitzuteilen und uns weiterzuentwickeln. Fächer wie Werken, BE oder kreatives Schreiben fördern unsere Kreativität und sollten nicht gestrichen, sondern gestärkt werden. Mehr Kunstunterricht und kreative Projekte wären ein Gewinn für alle Schüler.
Für mich ist Kunst nicht nur ein Fach, sondern eine Möglichkeit, mich auszudrücken und Neues auszuprobieren. Ohne diese kreativen Räume würde mir ein wichtiger Ausgleich zum normalen Lernalltag fehlen. Gerade deshalb wünsche ich mir, dass Schulen kreative Fächer nicht nur erhalten, sondern noch mehr fördern.
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