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So könnt ihr mit Cola Geld verdienen

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Redakteur · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
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25.08.2026
4 Min.

Kennt ihr Cola? Blöde Frage, ich weiß. Aber wusstet ihr, dass ihr damit auch Geld verdienen könnt? Das geht tatsächlich, zumindest wenn ihr euch für Aktien interessiert und keine Angst vor Risiko habt.

Hinter der roten Dose steckt eine der zuverlässigsten Aktien der Börsengeschichte: Coca-Cola erhöht seit 64 Jahren jedes Jahr seine Dividende - langweilig, aber verlässlich. (Foto: Privat)

Ihr steht am Automaten, werft ein paar Münzen ein, eine kalte Cola landet im Fach. Diesen Griff machen Millionen Menschen jeden Tag, von Wien bis Lagos. Was die wenigsten wissen: Mit diesem Getränk lässt sich auch Geld verdienen. Wer Anteile an der Firma dahinter besitzt, der Coca-Cola-Aktie, verdient bei jedem Schluck mit, den Menschen weltweit trinken.

Zwei Wege, wie eine Aktie euch Geld bringt

Eine Aktie ist ein kleiner Anteil an einer Firma. Kauft ihr eine Coca-Cola-Aktie, gehört euch ein winziges Stück des Konzerns, so wie Millionen anderen Menschen weltweit auch. Als Besitzer*in profitiert ihr auf zwei Arten. Die erste ist die Wertsteigerung. Steigt der Wert der Firma, steigt auch der Preis der Aktie. Verkauft ihr sie später teurer, als ihr sie gekauft habt, bleibt der Unterschied als Gewinn bei euch.

Die zweite Art ist die laufende Auszahlung, die Dividende. Firmen geben dabei einen Teil ihres Gewinns direkt an ihre Aktionär*innen weiter, einfach fürs Halten der Aktie. Bei Coca-Cola passiert das viermal im Jahr.

Eine Firma ohne Drama

Die meisten Aktien, über die ihr in den Nachrichten lest, haben eine aufregende Geschichte: ein neues Handy, ein KI-Durchbruch, ein Rüstungsboom.

Bei Coca-Cola gibt es nichts davon nichts. Die Firma verkauft Limonade, Wasser, Säfte und Kaffee, in mehr als 200 Ländern. Über 30 Millionen Läden, Restaurants und Automaten führen die Produkte, ungefähr so viele wie Australien Einwohner:innen hat. Während andere Konzerne gegen neue Technik ankämpfen, macht Coca-Cola seit über hundert Jahren im Kern dasselbe. Diese Ruhe schätzen viele Anlegerinnen und Anleger.

Was eine Dividende bei Coca-Cola bedeutet

Aktuell liegt die Dividendenrendite bei Coca-Cola bei 2,3 Prozent. Wer für 1.000 Euro Aktien hält, bekommt im Jahr also rund 23 Euro ausbezahlt. Das Besondere: Der Konzern hat diese Auszahlung seit 64 Jahren jedes Jahr erhöht. Aktien mit so einer langen Serie nennen Börsianer*innen "Dividendenkönige".

Warum Buffett nie verkauft

Das beste Beispiel für diese Geduld ist der wohl bekannteste Investor der Welt. Warren Buffett hält über seine Firma Berkshire Hathaway seit den frühen 1990er Jahren rund 400 Millionen Coca-Cola-Aktien. Verkauft hat er in über 30 Jahren keine einzige.

Am 20. August 2026 zahlte sich das erneut aus. Nach der jüngsten Erhöhung der Quartalsdividende von 51 auf 53 Cent je Aktie ergibt sich ein Jahresbetrag von 2,12 Dollar pro Aktie, wie TheStreet berichtete. Für Buffetts Firma macht das inzwischen 848 Millionen Dollar Dividende im Jahr. Umgerechnet sind das mehr als 1.600 Dollar pro Minute, ohne eine einzige Aktie zu verkaufen.

Wer Dividenden immer wieder in neue Aktien steckt, baut sich über die Jahre einen wachsenden Schneeball auf. Diesen Effekt nennt die Finanzwelt Zinseszins, einen der stärksten Hebel an der Börse.

Wenig Drama am Kurs

Diese Ruhe zeigt sich auch am Kurs. Mit einer Kennzahl namens Beta messen Fachleute, wie stark eine Aktie schwankt. Der breite Markt hat einen Wert von 1, Coca-Cola liegt bei rund 0,6. Die Aktie bewegt sich deutlich sanfter als der Durchschnitt. Solche Papiere nennt die Börse defensive Werte.

2026, in einem Jahr voller Unsicherheit, flüchteten viele Anleger*innen in solche sicheren Häfen. Das Ergebnis: Die Aktie stieg seit Jahresbeginn um 27 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei rund 89 Dollar, während einige Hype-Aktien im selben Zeitraum die Hälfte ihres Werts verloren.

Auch bei Cola gibt es einen Haken

So solide die Aktie wirkt, sie hat auch Schwachstellen. Weil sie zuletzt stark gestiegen ist, ist sie inzwischen teuer geworden. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, das zeigt, das Wievielfache des Jahresgewinns Anleger:innen für eine Aktie bezahlen, liegt sie bei etwa 25.

"Der Preis bestimmt meiner Meinung nach sehr maßgeblich die Rendite", schrieb Investmentanalyst Vincent Uhr in einer Analyse bei Aktienwelt360. Wer eine gute Aktie zu teuer kauft, wartet oft Jahre, bis sich das auszahlt.

Dazu kommt ein echtes Problem fürs Geschäft: In vielen Ländern trinken Menschen aus Gesundheitsgründen weniger zuckrige Limonade, und Zuckersteuern setzen den Konzern unter Druck. Coca-Cola reagiert darauf, indem es längst auch Wasser, Säfte, Energy-Drinks und Kaffee verkauft.

Wie ihr selbst drankommt

In Österreich ist ein eigenes Aktiendepot erst ab 18 möglich. Davor braucht es die Erziehungsberechtigten, und für Aktien zusätzlich oft eine Genehmigung des zuständigen Bezirksgerichts, weil das Geld von Minderjährigen laut Gesetz nur mündelsicher angelegt werden darf.

Wer noch nicht volljährig ist, kann das Thema trotzdem mit den Eltern besprechen oder sich die Grundlagen schon jetzt anschauen, um ab 18 direkt startklar zu sein.

Auch das gehört dazu: das Risiko

Trotz aller Ruhe gilt an der Börse ein Grundsatz: Kurse können fallen, und niemand garantiert Gewinne. Selbst die stabilste Aktie der Welt kann Geld verlieren, wenn Anleger:innen zu teuer einsteigen oder überraschende Probleme auftauchen. Wer investiert, sollte deshalb nur Geld einsetzen, das er oder sie nicht kurzfristig braucht, und sich vorher gut informieren.

Der nächste Griff zum Automaten bleibt trotzdem der gleiche: Münze rein, Dose raus. Nur wisst ihr jetzt, dass darin noch mehr steckt als Zucker und Kohlensäure.

Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Wer investiert, trifft diese Entscheidung eigenverantwortlich.




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