Party, Party, Party: Zu viel davon tut auch uns Jungen nicht gut

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Volontärin · HLA Baden
19.02.2026
2 Min.

Heute Abend Vollrausch mit Freunden, morgen zum nächstbesten Fast-Food-Restaurant und am Tag darauf einfach auf der Couch liegen, fernsehen und sich Schokolade hineinstopfen. Dass das kein besonders gesunder Lebensstil ist, weiß vermutlich jeder. „Aber ich merke doch keine Auswirkungen, was soll schon passieren?“ Ja, jetzt vielleicht noch nicht.

 

Party ohne Ende: Das kann nicht gutgehen (Foto: pixabay/Beeki)

Letztes Wochenende saß ich mit meinen Freunden noch bis spät in der Nacht zusammen. Musik, gute Stimmung, ein Drink nach dem anderen, und wie so oft dachten wir nicht groß darüber nach. Am nächsten Morgen war der Kater zwar unangenehm, aber nach ein paar Stunden Schlaf und viel Wasser fühlte ich mich wieder halbwegs fit. Genau das ist das Gefährliche: Wir glauben, alles gut überstanden zu haben. Doch nur weil der Körper sich schnell erholt, heißt das nicht, dass kein Schaden entstanden ist.

Parties und Alkohol: Weniger ist mehr

Auch in meinem Umfeld ist dieses Verhalten keine Seltenheit. Jedes Wochenende feiern zu gehen, inklusive „dazugehörigem“ Alkoholkonsum, gehört für viele einfach dazu. Dazu kommt der regelmäßige Griff zu Fast Food. Meine Freunde und ich gehen zum Beispiel viel zu gerne zu McDonald’s, oft nur „auf ein Eis“. Es wirkt harmlos, fast schon traditionell. Und selbst wenn man weiß, dass es nicht die gesündeste Entscheidung ist, fällt es schwer, in der Gruppe die einzige Person zu sein, die verzichtet. Gemeinschaft fühlt sich in dem Moment wichtiger an als langfristige Gesundheit.

Doch genau hier beginnt das Problem. Nur weil der Körper in jungen Jahren viel verkraftet, ohne sofort ernsthafte Beschwerden zu zeigen, bedeutet das nicht, dass alles unbedenklich ist. Bei Junkfood sind die Folgen sichtbarer: Gewichtszunahme, schlechtere Haut oder fehlende Energie können Warnzeichen sein. Spätestens dann merkt man, dass eine Veränderung sinnvoll wäre.

Bei Alkohol hingegen ist es komplizierter. Ein leichter Kater vergeht, und schon fühlt man sich wieder normal. Doch egal ob jung oder alt – Alkohol belastet die Leber und andere Organe dauerhaft. Die Schäden entstehen schleichend und werden oft erst Jahre später sichtbar. Dass man sie nicht sofort spürt, macht sie nicht weniger real.

Gerade deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Es geht nicht darum, nie wieder feiern zu gehen oder nie wieder ein Eis zu essen. Es geht um Bewusstsein und Maß. Wer früh lernt, Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen, erspart sich später womöglich unerwartete und ernsthafte Konsequenzen.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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