die wellen tosen im hafen
es fahren die fischer hinaus
da schaut ein mädchen verschlafen
durchs fenster aufs meer hinaus
die schiffe, sie schwanken im hafen
es sprudelt reißender schaum
ohne last und strafe
vorwärts, wie im traum
durch blitz und donner schlagen
wasserwogen fein
ohne zu verzagen
trommelnd auf den stein
der wind bläst unverdrossen
durchs städtlein, da und hie
doch’s fenster bleibt verschlossen
und öffnet sich gar nie
sie denkt sich, wie es wär
ihr schwarzes lockenköpfchen
im großen weltenmeer
mit tüchern zu bedecken
wie sie das ruder nimmt
malt sie sich täglich aus
den sorgen flink entrinnt
und nie mehr käm’ nach haus
wie zärtlich doch der wind
ihr haar verwehen würde
entflohen wär’ geschwind
der schönheit eitle bürde
nächtens würde sie dann leise
auf den mast raufsteigen
sänge alte seemannsweisen
und unten spielten geigen
mit dem säbel in der hand
und mit ihren leuten
setzten sie ein schiff in brand
und griffen sich die beute
doch gleich da, inmitten von
gold und silber beidem
wüsste sie doch lange schon
es kann nicht lang so bleiben
denn die wellen tosen im hafen
und es fahren die fischer hinaus
und da schaut ein mädchen verschlafen
durchs fenster aufs meer hinaus
auf die schiffe, die schwankten im hafen
und den sprudelnd weißen schaum
und träumt ohne last und strafe
weiter ihren traum
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