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Traurig, aber wahr: Unsere Schulreisen werden gestrichen

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Volontär · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
20.04.2026
2 Min.

Wir haben uns die letzte Schulwoche immer als eine Zeit vorgestellt, in der der Druck nachlässt und wir als Klasse gemeinsam unterwegs sind. Stattdessen stehen wir jetzt vor einer neuen Regelung, die kaum von uns mitgestaltet wurde: den Ateliertagen. Zwischen vorgegebenen Workshops, knappen Plätzen und fehlender Mitbestimmung entsteht bei uns der Eindruck, dass eine eigentlich vertraute Schulwoche neu gedacht wurde, allerdings nicht unbedingt aus unserer Perspektive.

So lustig wird es nun nicht mehr werden. (Foto: shutterstock)

Die letzte Schulwoche war für uns bisher etwas, auf das wir uns gefreut haben. Mit der Klasse für ein paar Tage unterwegs zu sein, ohne schulische Sorgen und ohne den üblichen Leistungsdruck, gehörte zu der Vorstellung, die wir mit dem Schuljahresende verbunden haben. Doch damit ist nun Schluss, denn die Schulleitung hat eine neue Lösung für ein Problem gefunden, das für viele von uns gar keines war.

Statt einer gemeinsamen Reise gibt es nun sogenannte Ateliertage, in denen wir aus vorgegebenen Workshops und Aktivitäten wählen sollen. Wer dabei zu langsam ist, bekommt schlicht zu hören: „Pech gehabt“.

Ein Konzept ohne Mitbestimmung

Die Einführung der Ateliertage kam für viele von uns überraschend. Eine echte Beteiligung der Schüler hat es dabei offenbar nicht gegeben. Weder wurden unsere Meinungen eingeholt noch eine Zustimmung berücksichtigt. Wieder einmal entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne diejenigen einzubeziehen, die direkt davon betroffen sind.

Auch das Angebot selbst ist vollständig vorgegeben. Aus einer festen Auswahl an Aktivitäten sollen wir unsere Tage zusammenstellen, obwohl diese Form der Projekttage ursprünglich gar nicht gewünscht war. Dass die Mehrheit der Schülerschaft wenig Begeisterung zeigt, scheint dabei kaum eine Rolle zu spielen. Ganz ungewöhnlich ist das leider nicht.

Organisation, Zugang und Ungerechtigkeiten

Bei der Online-Anmeldung galt das Prinzip „first come, first served“. Da das Formular bei vielen von uns aufgrund der hohen Serverbelastung zunächst nicht funktioniert hat und viele Angebote nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen hatten, blieb ein großer Teil ohne Möglichkeit, seine erste oder zweite Wahl zu bekommen. Übrig blieb oft nur das, was noch verfügbar war.

Dieses Problem war nicht nur vorhersehbar, sondern auch vermeidbar gewesen, hätte eine realistische Einschätzung des Ansturms stattgefunden. Für uns entsteht so ein deutliches Gefühl von Ungerechtigkeit, das schwer zu ignorieren ist.

Argumente und offene Fragen

Als Begründung wird unter anderem angeführt, dass die Ateliertage verhindern sollen, dass Schüler aus wirtschaftlich schwächeren Familien unter Gruppenzwang an teuren Reisen teilnehmen. Dieses Argument wirkt jedoch wenig überzeugend, zumal auch einige Angebote der Ateliertage mit Kosten verbunden sind. Zudem wird die „Vermeidung von Gruppenzwang“ häufig als allgemeine Begründung genutzt, obwohl sie nicht in jedem Zusammenhang wirklich trägt.

Bleibt am Ende die Frage, ob als nächstes vielleicht wieder normaler Unterricht in der letzten Schulwoche eingeführt wird. Mit der Begründung, dass sonst Gruppenzwang entstehen könnte, bestimmte Ateliers gemeinsam zu wählen.



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