Schule, wie ich sie mir wünsche

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Volontär · HAK HAS Wörgl
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25.08.2026
3 Min.

Schule soll nicht nur ein Ort sein, an dem wir Prüfungen schreiben und gute Noten erreichen müssen. Sie soll uns auch auf unser späteres Leben vorbereiten, unsere Interessen fördern und uns die Möglichkeit geben, unsere eigenen Stärken zu entdecken. Deshalb gibt es einige Dinge, die ich im Schulalltag gerne verändern würde.

Schule, wie ich sie mir wünsche (Foto: Nic Thaler)

Eine der wichtigsten Änderungen wäre für mich, dass Unterricht stärker an der Realität orientiert ist. Viele Dinge, die wir lernen, sind zwar wichtig, aber manchmal ist nicht klar, wofür wir sie später brauchen. Ich würde mir deshalb mehr Unterricht wünschen, bei dem wir praktische Erfahrungen sammeln. Wir könnten zum Beispiel lernen, wie man ein Bankkonto eröffnet, einen Mietvertrag versteht, Steuern erklärt bekommt oder ein Bewerbungsgespräch führt. Solche Kenntnisse könnten uns später im Alltag wirklich helfen.

Außerdem würde ich gerne mehr Abwechslung im Unterricht haben. Es muss nicht jede Stunde aus Arbeitsblättern, Heften und Frontalunterricht bestehen. Ich fände es viel interessanter, wenn wir öfter Projekte machen, Experimente durchführen, Präsentationen vorbereiten oder gemeinsam Lösungen erarbeiten. Auch Unterricht außerhalb des Klassenzimmers, zum Beispiel in Museen, Betrieben oder in der Natur, könnte das Lernen spannender machen. Wenn man etwas selbst erlebt und ausprobiert, bleibt es meiner Meinung nach viel besser im Gedächtnis.

Leistungsdruck, der nichts bringt

Ein weiterer Wunsch wäre weniger unnötiger Leistungsdruck. Natürlich gehören Tests und Prüfungen zur Schule, aber nicht jede einzelne Note sollte darüber entscheiden, ob man sich erfolgreich fühlt. Ich würde mir wünschen, dass Lehrer*innen auch Fortschritte und Einsatz stärker berücksichtigen. Wenn jemand sich verbessert hat, sollte das ebenfalls Anerkennung bekommen. Fehler sollten nicht sofort als etwas Schlechtes gesehen werden, denn gerade durch Fehler kann man viel lernen.

Auch die Pausen und der Schulbereich könnten angenehmer gestaltet werden. Ein Raum, in dem man sich in einer Freistunde ruhig hinsetzen, lesen, lernen oder einfach kurz abschalten kann, wäre für viele Schüler*innen hilfreich. Außerdem wären mehr Sitzmöglichkeiten im Freien und vielleicht kleine Bereiche zum gemeinsamen Arbeiten eine gute Idee. So könnte man zwischen den Unterrichtsstunden besser abschalten und danach konzentrierter weitermachen.

Demokratie an der Schule

Besonders wichtig finde ich außerdem, dass Schüler*innen mehr mitbestimmen dürfen. Schließlich erleben wir den Schulalltag jeden Tag und wissen deshalb auch, was gut funktioniert und was nicht. Es könnte regelmäßig Umfragen oder Treffen geben, bei denen Schülerinnen Vorschläge machen und gemeinsam mit Lehrerinnen nach Lösungen suchen. Dadurch würden wir nicht nur unsere Meinung äußern, sondern gleichzeitig lernen, Verantwortung zu übernehmen und demokratisch Entscheidungen zu treffen.

Auch die Lehrer-Schüler-Beziehung sollte von gegenseitigem Respekt geprägt sein. Lehrer*innen müssen uns ernst nehmen, aber auch wir sollten ihre Arbeit respektieren. Wenn beide Seiten offen miteinander sprechen können, entstehen weniger Missverständnisse und eine angenehmere Atmosphäre im Klassenzimmer.

Für mich wäre eine gute Schule deshalb eine Schule, in der man nicht jeden Morgen nur denkt: „Wie bekomme ich eine gute Note?“, sondern auch: „Was kann ich heute Neues lernen?“ Schule sollte uns Wissen vermitteln, aber gleichzeitig auch Selbstständigkeit, Kreativität, Teamarbeit und Mut geben. Wenn Unterricht praktischer, abwechslungsreicher und lebensnäher wäre und Schüler*innen mehr Vertrauen und Mitbestimmung bekämen, würde der Schulalltag für mich deutlich besser werden. Eine solche Schule würde nicht weniger verlangen – sie würde uns einfach besser auf das Leben vorbereiten.



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