Schule nimmt einen großen Teil unserer Jugend ein. Sie soll uns schließlich Wissen vermitteln, auf die Matura und allgemein uns auf unsere Zukunft vorbereiten. Klingt doch eigentlich machbar. Trotzdem gibt es vieles, das im Schulalltag besser funktionieren könnte. Ich würde mir deshalb nicht unbedingt weniger Schule wünschen, sondern eine Schule, die stärker auf die Bedürfnisse von den Lernenden eingeht und uns nicht nur auf Prüfungen, sondern auch auf das echte Leben vorbereitet.
Weniger ist mehr
Ich habe ziemlich Glück mit meiner Klasse. Wir sind ingesamt nur knapp mehr als 15 Leute und verstehen uns untereinander alle. Die einen reden mehr mit einander, die anderen weniger, aber das ist ja normal und auch gut so. Ich fühle mich extrem wohl in meiner Klasse und finde auch die Anzahl der Schüler gut. Da ich mich schnell beobachtet und unwohl fühle, ist das perfekt so.
Ich würde mich in einer Klasse von 25-30 Leuten nicht wirklich wohl fühlen. Außerdem könnte man meiner Meinung nach, nicht wirklich eine komplette Gemeinschaft bilden, bei dieser Anzahl an Menschen. Die Konzentration würde wahrscheinlich auch zunehmen und die einzelnen Leute könnten besser gefördert werden, wenn die Klassen kleiner sind.
Auch Studien zeigen, dass kleinere Klassen Vorteile haben können: Sie verbessern die Interaktion zwischen Schüler:innen und Lehrkräften und erhöhen die Unterrichtsbeteiligung. Besonders in der Grundschule sowie bei Schüler:innen mit Migrationshintergrund oder niedrigem gesellschaftlichen Status wurden positive Auswirkungen festgestellt (Etim 2020; Mosteller, 1995).
Richtige Vorbereitung auf das zukünftige Leben
Schule sollte uns nicht nur auf die nächste Schularbeit oder auf die Matura vorbereiten, sondern auch auf das Leben danach. Dazu gehört für mich vor allem praktisches Wissen, das im Alltag wirklich gebraucht wird. Vor einigen Tagen, als ich wieder einmal darüber nachgedacht habe, was ich denn nächstes Jahr nach der Matura machen möchte, kamen einige Fragen auf. Ich bin nir ziemlich sicher, dass ich studieren möchte.
Ich dachte mir aber zusätzlich, ob ich nicht irgendetwas nebenbei machen kann um mir ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Und da ich eine Begeisterung für Tattoos, Piercings und alles Andere, dass man so machen kann, um sich auszudrücken habe, kam ich auf die Idee nebenbei mit dem Tätowieren zu beginnen. Dann meinte meine Mutter jedoch, dass wenn ich dafür von Anderen Geld bekomme, extra ein Gewerbe anmelden müsste.
Daran habe ich davor noch gar nicht gedacht. Ich habe mich dann noch genauer im Internet informiert. Es wäre aber so viel hilfreicher wenn man eine breitgefächerte Erklärung zu solchen Themen für die Zukunft bereits in der Schule bekommt. Themen wie politische Bildung, Arbeitsrecht und der Umgang mit Behörden sind so wichtig. Gerade weil wir nach der Schule immer mehr Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen, sollte uns die Schule dafür die notwendigen Werkzeuge mitgeben.
Gleich viel aber anders lernen
Eine Veränderung des Schulsystems heißt nicht, dass wir weniger lernen wollen. Wir wollen sogar mehr lernen, aber einfach wichtige Dinge für unser zukünftiges Leben. Außerdem wollen wir für uns ein sicheres Umfeld in der Schule kreieren, um auch wirklich etwas lernen zu können. Schule sollte auch nicht nur eine „Wartestelle“ sein für das Leben danach, sondern auch während der Schullaufbahn schon angenehm und interessant sein. Es sind ja doch meistens zwischen 9 und 13 Jahre, unseres Lebens, die wir damit verbringen. Und wenn diese nur „abgesessen“ werden, wären das viele verschwendete Lebensjahre.
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