Schütz das Kopftuchverbot wirklich?

Ein Gesetz, das es jungen Frauen verbieten soll, ein Kopftuch zu tragen? Das soll bald Realität an den österreichischen Schulen werden, obwohl es aus vielen Ecken an Kritik hagelt. Doch was bezweckt dieses Gesetz und was bedeutet es wirklich für betroffenen Schülerinnen? 

Das Kopftuchverbot soll den Druck der Familien auf die Mädchen verhindern. In Wirklichkeit verschiebt er sich dadurch nur nach Hause. (Foto: iStock)

Ein Gesetz, dass es jungen Frauen verbieten soll, ein Kopftuch zu tragen? Dies soll bald Realität an den österreichischen Schulen werden, obwohl es aus vielen Ecken an Kritik hagelt. Doch was bezweckt dieses Gesetz und was bedeutet es wirklich für betroffenen Schülerinnen? 

Selbstbestimmung der jungen Frauen 

Die Regierung begründet das Verbot mit dem Schutz der Kinderrechte und der Förderung der Selbstbestimmung der jungen Frauen, doch ist ein solches Gesetz nicht das vielmehr Gegenteil? Denn oft ist genau das Tragen des Kopftuches ein wichtiger und selbstbestimmter Schritt für die Mädchen. Sie wollen ihren Glauben offen ausleben und ihr Recht dies zu tun, sollte ihnen nicht verwehrt werden.  

Schutz vor familiärem Zwang 

Ein häufig genanntes Argument für das Kopftuchverbot ist der religiösen Zwang und Druck, den die Familien auf die Mädchen ausüben und der verhindert werden soll. Doch denke ich nicht, dass dies betroffene Mädchen wirklich schützen würde, weil der Druck nicht automatisch verschwinden würde. Vielmehr verlagert es den Konflikt nachhause. 



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