Kommunikation ist ein zentraler Faktor in nahezu jeder zwischenmenschlichen Situation. Wer nicht klar kommuniziert, hat häufig geringere Chancen, seine Ziele zu erreichen. Perfektes Beispiel aus dem Leben eines Jugendlichen wie mir: Wenn ich Lehrer nicht frage, was zum Test kommt und einfach alles grob lerne, anstatt das, was kommt genau, werde ich es schwieriger haben.
Besonders wichtig ist eine funktionierende Kommunikation auch im Verhältnis zwischen Mandanten und Rechtsanwälten. Laut der Rechtsanwältin Antje Jungk, die sich in ihrem Artikel „Kommunikation mit Mandanten: Worauf es ankommt“ mit diesem Thema beschäftigt, kann ein unzureichender Informationsaustausch während einer Verhandlung zu entscheidenden Informationslücken führen. Dadurch wird es deutlich schwieriger, das angestrebte Ziel zu erreichen. Ich selbst habe genau das schon in einigen Streits miterlebt. Freunde, die sich gegenseitig aus Prinzip versuchen zu verteidigen, ohne überhaupt zu wissen, ob die eigene Partei vielleicht doch schuld sein könnte.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass ein guter Rechtsanwalt bemüht sein sollte, die Ziele und die Situation seines Mandanten genau zu verstehen. „Das ist nicht immer einfach und verlangt ein Sich-Einfühlen in die Gesamtsituation des Mandanten […]“, so Jungk. Ein solches Einfühlungsvermögen wäre mir sehr wichtig, wenn es um meine persönliche Zukunft geht. Es ist ja nicht so, als würde sich da Urteil nicht auf mein Leben auswirken.
Ehrlichkeit
Die Wahrheit kann wehtun. Aus manchen Situationen kann einem nicht einmal der beste Rechtsanwalt heraushelfen. Was er aber machen kann, ist es, sein/ihr Bestes zu geben, den/die Mandant:in zu beraten. Falls ein Fall aber doch aussichtslos sein mag, ist es wichtig, dass der Mandant die Wahrheit hört. Ein guter Rechtsanwalt muss sich trauen, das zu sagen, was er denkt oder weiß. Selbst wenn es eine heikle Situation ist. Wenn ich ein Mandant wäre, würde ich auf jeden Fall immer die Fakten hören wollen. Ich war zwar noch nie in einen Rechtsstreit verwickelt, und hoffe, dass ich es nicht bald werde, aber Transparenz ist allgemein immer sehr weit oben für mich.
Abgesehen davon sollte ein guter Rechtsanwalt auch schon bei dem ersten Treffen mit einem Klienten von aussichtslosen Verfahren abraten und klarmachen, wieso das jeweilige Szenario nicht möglich ist. Es bringt nichts alles schön zu reden. Das ändert nichts am Urteil, bis auf den unerwarteten Schock, wenn doch nicht alles so fein läuft.
Engagement und Zuverlässigkeit
Wer mag schon lange Wartezeiten? Ich jedenfalls nicht. Ein Anwalt, der erst nach mehreren Wochen auf eine Nachricht reagiert, ist entweder viel zu beschäftigt, oder nicht sehr zuverlässig. Wenn man als rechtlicher Vertreter von der Kapazität her überlastet ist, sollte man das auch klar mitteilen. Bei einem guten Rechtsanwalt steht nämlich die Qualität der individuellen Fälle über der Quantität der Aufträge. Das ist ein zentraler Punkt auf den ich bei der Anwaltssuche achten würde, natürlich unter der Bedingung, dass es finanziell möglich ist.
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