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Red Bull enthüllt den neuen F1-Boliden Auto für die Saison 2026

Am vergangenen Mittwoch stellte der siebenfache Konstrukteur-Weltmeister Oracle Red Bull Racing den neuen RB22 vor.

Der neu enthülte RedBull: neuer Ford-Motor als Fragezeichen (Foto: gutefrage.net)

Was das Design angeht, können wir es kurz machen. Am traditionellen Red-Bull-Look mit blauer Basis und einer gelben Nase wird sich auch 2026 nicht viel ändern. Das Blau ist einen Tick heller, die Bullenlogos bekommen einen weißen Rand und der Lack ist nicht mehr in einem matten Style aufgetragen, sondern glänzt jetzt wieder.

Zum neuen Farbton des Grundanstrichs passt hervorragend das Ford-Logo, das neuerdings prominent auf der Heckverkleidung klebt. Es zeigt auch äußerlich, dass Red Bull beim Antrieb künftig einen anderen Weg geht. Seit 2019 war der Rennstall mit Honda-Motoren unterwegs, und das über weite Strecken erfolgreich. Weil die Japaner zwischenzeitlich drohten, die Lust an der Formel 1 zu verlieren, startete Red Bull sein eigenes Power-Unit-Projekt.

Neues Styling, neuer Motor, neue Philosophie

Die Seitenkästen sind wie beim Vorjahresmodell stark unterschnitten. Über den Lufteinlässen befindet sich erneut ein Überbiss. Die dreieckig geformten Endplatten des Frontflügels weisen scharfe Kanten auf. In die neuen Leitbleche am vorderen Rand des Unterbodens wurden zwei tiefe Schlitze geschnitzt.

Bei den Aufhängungen setzt Red Bull vorne und hinten auf eine Pushrod-Philosophie. Der Vorgänger war vorne noch mit Pullrod-Dämpfern unterwegs. Bei Red Bull sind natürlich alle Experten gespannt, wie konkurrenzfähig das Paket am Ende sein wird. Auch wenn für die von null aufgebaute Motoren-Abteilung viele Ingenieure von anderen Antriebsherstellern abgeworben wurden, war es eine echte Mammutaufgabe, eine eigene Formel-1-Power-Unit auf die Beine zu stellen.

Riskante Abkehr von Erfolgskonzepten

Auch beim Chassis gibt es Grund für Zweifel. Dank Adrian Newey galt Red Bull früher immer dann als besonders gefährlich, wenn sich das Reglement grundlegend änderte. Mittlerweile konstruiert Adrian Newey Autos in Diensten von Aston Martin. Seine Nachfolger müssen erst noch beweisen, dass sie ein ähnliches Talent für ein stimmiges Gesamtkonzept und die Kreativität für innovative Ideen besitzen.

Red Bull ist zuversichtlich, mit Max Verstappen und Isack Hadjar eine gute und erfolgreiche Saison zu haben. In den kommenden Wochen werden auch die übrigen Teams ihr Auto für die F1 Saison 2026 präsentieren.





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