Wichtige Entscheidungen, doch nimand fragt uns: Rechte, die ich an der Schule gerne hätte

Profile Image
2 Kommentare
11.01.2026
2 Min.

Rechte bestimmen unseren Alltag. Oft merke ich erst, dass mir welche fehlen, wenn ich mich unfair behandelt fühle oder nicht mitentscheiden darf.

Jeder Mensch sollte die gleichen Rechte haben. (Foto: Shutterstock)

Rechte sind für mich mehr als Regeln im Gesetzbuch. Sie entscheiden darüber, wie ernst ich genommen werde und wie frei ich mein Leben gestalten kann. Das merke ich zum Beispiel, wenn in der Schule neue Regeln eingeführt werden, ohne dass wir gefragt werden, etwa bei der Handynutzung oder bei Testterminen. Dann fühle ich mich nicht wirklich beteiligt, obwohl es meinen Alltag direkt betrifft. Immer wieder gibt es Situationen, in denen ich denke, hier sollte ich mehr mitreden dürfen oder mehr Schutz haben.

Mitbestimmung

Ich wünsche mir mehr Mitbestimmungsrechte für junge Menschen. In der Schule oder in der Politik werden Entscheidungen über uns getroffen, ohne uns wirklich einzubeziehen. Ein konkretes Beispiel ist, dass bei uns der Stundenplan geändert wurde und wir plötzlich viel mehr Nachmittagsunterricht hatten, ohne dass jemand unsere Meinung dazu hören wollte. Das, obwohl viele danach kaum noch Zeit für Hobbys oder Familie hatten. Wenn wir mitentscheiden dürften, würden wir Verantwortung lernen und uns stärker gehört fühlen.

Gleichberechtigung

Ein weiteres wichtiges Recht ist echte Gleichbehandlung. Jeder sollte respektiert werden, egal woher er kommt oder wie er lebt. Ich habe zum Beispiel erlebt, dass Mitschülerinnen oder Mitschüler wegen ihrer Herkunft, ihrer Sprache oder ihrer Kleidung ausgeschlossen oder belächelt wurden. Das hat mir gezeigt, wie schnell Menschen unfair behandelt werden. Mehr gelebte Gleichberechtigung würde den Zusammenhalt stärken und dafür sorgen, dass sich alle sicherer und akzeptierter fühlen.

Mentale Gesundheit

Ich wünsche mir das Recht auf ernst genommene psychische Gesundheit. Ich habe erlebt, dass Stress, Leistungsdruck oder private Probleme oft abgetan werden mit Sätzen wie „Stell dich nicht so an“ oder „Das geht vorbei“. Dabei merken viele gar nicht, wie sehr das jemanden belasten kann. Wenn Hilfe selbstverständlicher wäre und alle offen über Probleme sprechen könnte, würde das Druck nehmen und vielen Menschen Mut machen, sich Unterstützung zu holen.

Mehr Rechte würden nicht nur mein Leben verbessern, sondern unsere Gesellschaft fairer und menschlicher machen.




Österreichischer Rechtsanwaltskammertag Logo

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch den Österreichischen Rechtsanwaltskammertag.

Dir gefällt der Artikel?

campus a college-Preis für Schüler*innenjournalismus Melde dich an um abzustimmen.

Kommentare