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Recht auf Zukunft, Mitbestimmung und mentale Gesundheit: Was ich mir wünsche

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28.01.2026
2 Min.

Rechte klingen oft groß, kompliziert und irgendwie weit weg. Aber eigentlich begegnen sie mir jeden Tag – in der Schule, in der Arbeit, im Kopf. In diesem Text geht es nicht um Paragrafen, sondern um meine Gedanken, meine Erfahrungen und darum, welche Rechte ich mir für mein Leben (und unsere Zukunft) wirklich wünsche.

Zukunft, nach meinen eigenen Vorstellungen: Das ist eins der Rechte, die ich mir wünsche. (Foto: Shutterstock)

Wenn mich jemand fragt, welche Rechte ich mir wünsche, denke ich nicht zuerst an dicke Gesetzesbücher. Ich denke an meinen ganz normalen Dienstag. An den Moment, wenn ich um 6:40 Uhr verschlafen in der Küche stehe, der Kaffee noch nicht wirkt und ich mir denke: Warum fühlt sich mein Leben manchmal an wie ein Spiel, dessen Regeln andere machen?

Echte Mitbestimmung im Alltag

Ein Recht, das ich mir wünsche, ist echte Mitbestimmung im Alltag. Nicht nur alle paar Jahre ein Kreuz irgendwo, sondern das Gefühl, dass meine Meinung wirklich zählt. Zum Beispiel in der Schule oder in der Arbeit. Ich habe mal in einem Café gejobbt, Chefin nett, aber Entscheidungen kamen immer von oben. Dienstpläne, Pausen, alles fix – egal, ob jemand gerade Prüfungsstress hatte oder mental komplett am Limit war. Ich hätte mir ein Recht gewünscht, mitzureden, ohne als „schwierig“ abgestempelt zu werden.

Recht auf mentale Gesundheit

Ein anderes Recht wäre für mich das Recht auf mentale Gesundheit. Klingt groß, ist aber eigentlich simpel. Ich will nicht das Gefühl haben, mich rechtfertigen zu müssen, wenn es mir psychisch nicht gut geht. Wenn ich sage „Ich kann heute nicht“, sollte das genauso ernst genommen werden wie Fieber. Ich kenne das von mir selbst: Ich funktioniere lange, lächle viel – und irgendwann knallt’s innerlich. Ein Recht auf Pausen, auf Hilfe, auf Nicht-okay-sein wäre für viele ein Gamechanger.

Recht auf Zukunft

Dann wünsche ich mir noch ein Recht auf Zukunft. Klingt dramatisch, ich weiß. Aber ganz ehrlich: Wenn ich Nachrichten schaue, Klima, Krieg, Preise – fühlt sich Zukunft oft eher wie ein Stressfaktor an. Ich will das Recht, in einer Welt zu leben, die nicht komplett auf Kosten der nächsten Generation geht. Dass Entscheidungen heute nicht nur bequem, sondern auch fair für morgen sind.

Wenn es diese Rechte gäbe, würde sich mein Leben leichter anfühlen. Und nicht nur meins. Vielleicht würden wir einander mehr zuhören, weniger urteilen und öfter fragen: Was brauchst du eigentlich? Und das allein wäre schon ein ziemlich starkes Recht




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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch den Österreichischen Rechtsanwaltskammertag.

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