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Recht auf digitale Selbstbestimmung und auf mentale Gesundheit: Was ich mir von der Politik wünsche

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Volontärin · Höhere Lehranstalt Sozialmanagement und Fachschule für Sozialberufe
01.02.2026
2 Min.

Rechte bestimmen, wie wir leben, mitreden und geschützt werden. Welche Rechte aus meiner Sicht gestärkt oder neu gedacht werden sollten, warum sie wichtig sind und wie sie mein Leben und das anderer positiv verändern könnten.

 

Rechte sollten lebendig sein und sich mit der Welt mit entwickeln. Im Bereich der digitalen Selbstbestimmung von Jugendlichen tun sie das nur unzureichend. (Foto: Shutterstock)

Wenn ich mir aussuchen dürfte, welche Rechte ich gerne hätte oder stärken würde, dann wären es vor allem mehr Mitspracherechte für junge Menschen. Viele Entscheidungen, die heute getroffen werden, betreffen unsere Zukunft: Schule, Klima, Digitalisierung oder soziale Medien. Trotzdem dürfen Jugendliche dabei oft nur zuhören, aber nicht mitentscheiden.

Ich wünsche mir, dass junge Menschen früher und verbindlicher in politische und gesellschaftliche Prozesse eingebunden werden. Zum Beispiel durch echte Mitbestimmung in Gemeinden, Schulen oder auch durch ein niedrigeres Wahlalter bei mehr Entscheidungen. Das wäre wichtig, weil unsere Perspektiven ernst genommen werden sollten und nicht erst „irgendwann später“.

Digitale Selbstbestimmung

Ein weiteres Recht, das mir wichtig ist, betrifft digitale Selbstbestimmung. Ein Großteil unseres Lebens findet online statt, aber oft haben wir kaum Kontrolle darüber, was mit unseren Daten passiert. Ich fände es richtig, ein klares Recht darauf zu haben, zu wissen, welche Daten gesammelt werden, und auch wirklich einfach „Nein“ sagen zu können, ohne Nachteile. Das würde vor allem junge Menschen schützen und dafür sorgen, dass Unternehmen verantwortungsvoller mit Daten umgehen.

Recht auf mentale Gesundheit

Außerdem wünsche ich mir ein stärkeres Recht auf mentale Gesundheit. Psychische Belastungen werden zwar öfter thematisiert, aber Hilfe ist nicht für alle gleich zugänglich. Jeder Mensch sollte das Recht auf kostenlose, leicht erreichbare Unterstützung haben, ohne lange Wartezeiten oder Stigmatisierung. Das würde nicht nur Einzelnen helfen, sondern die Gesellschaft insgesamt stärken.

Diese Rechte würden meinen Alltag verändern, weil ich mich ernster genommen, sicherer und freier fühlen würde. Gleichzeitig würden sie zeigen, dass Rechte nicht nur alte Regeln sind, sondern etwas Lebendiges, das sich mit der Gesellschaft weiterentwickeln muss.


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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch den Österreichischen Rechtsanwaltskammertag.

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