Rassistische Beleidigungen, Drohungen und Hass im Netz gehören für viele Menschen zum Alltag – auch in Österreich, wie zahlreiche Studien zeigen. Rassismus zeigt sich darin, dass bestimmte Menschen oder Gruppen aufgrund ihrer Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, Religion oder Kultur ausgegrenzt werden. Viele Betroffene erleben diese Diskriminierung von klein auf. Die Verantwortung trägt die Gesellschaft, denn Diskriminierung wird oft als normal wahrgenommen oder mit Humor gerechtfertigt, obwohl sie beleidigend ist. Vorurteile, die durch fehlende Aufklärung entstehen, bilden die Wurzeln von Rassismus.
Vorkommen von Rassismus
Rassismus zeigt sich in allen Altersgruppen und in vielen Alltagssituationen. Schon in der Schule erleben Betroffene, dass MitschülerInnen oder manchmal sogar Lehrkräfte Witze auf ihre Kosten machen oder ihnen weniger Aufmerksamkeit schenken. Auch auf der Straße, an öffentlichen Plätzen oder in Verkehrsmitteln begegnen viele Menschen rassistischen Kommentaren. Am Arbeitsplatz zeigt sich Rassismus beim Bewerbungsgespräch oder durch die Annahme, Fehler hätten etwas mit der Herkunft zu tun.
Auswirkungen auf Betroffene
Menschen, die Rassismus erfahren, fühlen sich oft ausgegrenzt, beleidigt und nicht ernst genommen. Solche Erfahrungen führen zu Isolation, Stress, Angst oder einer schlechten psychischen Verfassung. Das Wohlbefinden leidet, das Gefühl, nicht dazuzugehören, verstärkt sich. Rassismus schwächt außerdem das Vertrauen in andere Menschen und kann die persönliche Entwicklung langfristig negativ beeinflussen.
Mein Appell an uns alle
Auch wenn FreundInnen, Familie oder Persönlichkeiten im Internet schlechte Witze machen oder Vorurteile äußern, macht nicht mit. Denkt an die Menschen, die täglich leiden, und versetzt euch in ihre Lage. Sie werden es euch danken. Bekämpft den Rassismus in euch selbst. Es lohnt sich.
Kommentare