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Prison Break: Eine Serie, bei der eine Folge nie reicht

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02.10.2026
2 Min.

Eigentlich wollte ich nur eine Folge schauen. Bei Prison Break ist es aber schwer, danach wirklich aufzuhören. Die Serie verbindet Gefängnis, Flucht, Familie und jede Menge unerwartete Wendungen. Besonders Michael Scofields Plan hat mich gefesselt, weil man ständig wissen will, was als Nächstes passiert.

Prison Break verbindet Gefängnis, Flucht und unerwartete Wendungen zu einer Serie, bei der man schnell wissen will, wie es weitergeht. (Foto: otto)

Halb eins in der Nacht. „Nur noch eine Folge“, sage ich mir, zum dritten Mal. Auf dem Bildschirm grübelt Michael Scofield über seinem Plan, während ich eigentlich längst schlafen sollte. Trotzdem drücke ich auf „Nächste Folge“. Genau solche Momente hatte ich bei Prison Break immer wieder.

Im Mittelpunkt steht Michael Scofield, gespielt von Wentworth Miller. Sein Bruder Lincoln Burrows, gespielt von Dominic Purcell, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Michael ist überzeugt, dass Lincoln unschuldig ist. Deshalb lässt er sich absichtlich ins Gefängnis bringen, um seinen Bruder von innen heraus zu befreien.

Ein Plan, der fast unmöglich klingt

Das Spannende daran: Michael hat einen Plan. Aber im Gefängnis läuft kaum etwas so, wie er es vorgesehen hat. Immer wieder tauchen neue Probleme auf und plötzlich weiß man selbst nicht mehr, wem man eigentlich vertrauen kann.

Genau diese Unvorhersehbarkeit hat mich an der Serie gefesselt. Fast jede Folge endet mit einer Situation, bei der ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Dazu kommen viele unterschiedliche Charaktere. Neben Michael und Lincoln gehören unter anderem Sara Tancredi, Fernando Sucre und Theodore „T-Bag“ Bagwell zu den wichtigen Figuren. Gespielt werden sie unter anderem von Sarah Wayne Callies, Amaury Nolasco und Robert Knepper.

Besonders interessant finde ich, dass die Figuren nicht einfach nur gut oder böse wirken. Viele haben ihre eigenen Interessen und verfolgen ihre eigenen Pläne. Dadurch verändert sich ständig, wem man vertraut.

Fünf Staffeln voller Wendungen

Prison Break hat insgesamt fünf Staffeln mit 90 Folgen. Die erste Staffel erschien 2005, die fünfte und bisher letzte Staffel 2017.

Die erste Staffel spielt hauptsächlich im Gefängnis Fox River. Später verändert sich die Geschichte deutlich und führt die Figuren unter anderem durch die USA, nach Panama und in der fünften Staffel in den Jemen.

Dadurch fühlt sich die Serie nicht immer gleich an. Gleichzeitig ist genau das auch eine ihrer Schwächen: Für mich ist die erste Staffel besonders stark, weil der Gefängnisausbruch im Mittelpunkt steht. Später wird die Handlung immer größer und teilweise auch komplizierter.

Blockbuster statt Geheimtipp

Ein Geheimtipp ist Prison Break definitiv nicht. Die Serie startete 2005 mit mehr als zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und wurde unter anderem für Golden Globes nominiert.

Trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach, sie auch Jahre später noch anzuschauen. Die Geschichte funktioniert vor allem dann gut, wenn man Serien mag, bei denen man ständig miträtseln kann.

Die größte Stärke der Serie ist deshalb ihr einfaches Versprechen: Du willst wissen, wie Michael seinen nächsten Schritt plant.

Die größte Schwäche ist, dass die Geschichte manchmal zu viele Wendungen bekommt. Nicht jede davon wirkt gleich überzeugend.

Trotzdem hatte ich bei Prison Break oft denselben Gedanken: Eine Folge geht noch.

Und aus einer Folge werden dann schnell drei.


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