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Populismus, Parteienfrust und scheinbar leere Versprechungen

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Volontär · Bundesrealgymnasium Schopenhauerstraße 18
20.04.2026
2 Min.

Heute geht es um Populismus, Parteienfrust und darum, wieso Jugendliche wählen oder eben nicht wählen gehen. Und was hat das überhaupt für einen Effekt? Uns werden oft scheinbar einfache Antworten auf komplizierte Frage gegeben. Was steckt dahinter?

Viele wählen Populisten nicht wegen ihrer Politik, sondern um gegen das System zu protestieren, von dem sie sich im Stich gelassen fühlen. (Foto: https://unsplash.com/de/s/fotos/populist)

Ok, wartet kurz. Bevor ihr den Artikel lest, stellt euch mal folgendes Szenario vor: Ihr sitzt in der U-Bahn. Ihr nehmt euer Handy aus der Hosentasche, scrollt ein bisschen. Irgendwo zwischen Katzenvideos und Memes ploppt etwas Merkwürdiges auf. Ein populistischer Politiker steht auf einem Podest vor einem großen Gebäude. Sieht ein bisschen aus wie ein Parlament oder Rathaus. Er spricht stark gestikulierend und fast schon brüllend, mit etwas Aggression in seiner Stimme. Er macht Versprechungen des scheinbar Unmöglichen. Die Menge jubelt und klatscht ...

Heute soll es um Populismus gehen. Was ist das genau? Und darum, was man mit der eigenen Stimme überhaupt tun kann und ob sie einen Einfluss hat.

Was ist Populismus?

Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Was ist Populismus? Der Begriff wird oft missverstanden oder auch falsch genutzt. Wir haben ein Interview mit Laurenz Ennser-Jedenastik, Experte für Politik und Wahlen von der Uni Wien, geführt, um diese und noch viele andere Fragen klarzustellen. Laut ihm ist Populismus eine politische Strategie, die komplexe Fragen dramatisiert und vereinfacht, um die Gunst der Massen zu gewinnen. Populisten stellen ein angeblich homogenes „gutes Volk“ gegen eine korrupte „Elite“ oder Minderheiten. Populistische Parteien nutzen emotionale Sprache, schüren Ängste und bieten einfache Lösungen für schwierige Probleme an, oft durch Medien und Provokation. Hierbei greifen sie sich oft bestimmte Gruppen heraus, die dann als die „böse Elite“ bezeichnet werden.

Sind populistische Parteien überzeugender für Jugendliche?

Solche Parteien versuchen oft auch, junge Menschen auf ihre Seite zu bekommen – zum Beispiel durch soziale Medien. Doch laut Laurenz Ennser-Jedenastik und vielen anderen Experten finden Jugendliche populistische Parteien oft weniger attraktiv als andere. Das würde man zunächst nicht erwarten, da man vermuten könnte, dass Jugendliche leichter zu überzeugen und zu beeinflussen sind. Doch in der Regel können 16- bis 17-Jährige gleich gute Entscheidungen treffen wie 18-Jährige. Bei einer Wahl machen die paar Jahre keinen großen Unterschied.

Soll man überhaupt wählen?

Es ist wichtig, dass Jugendliche wählen gehen, wenn sie dazu in der Lage sind. Laurenz Ennser-Jedenastik hat hierbei betont, dass man seine Stimme nicht einfach „hergeben“ soll. Wenn man nicht an eine Partei glaubt beziehungsweise nicht daran glaubt, dass die Partei gewählt werden könnte, dann sollte man die Stimme eher einer Partei mit mehr „Chance“ schenken. Viele Jugendliche sind oft frustriert über die politischen Geschehnisse und gehen aus diesem Grund nicht wählen. Doch keine Stimme ist wertlos.

Aber was denkt ihr darüber? Findet ihr populistische Parteien überzeugender als „klassische“?



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