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Kommt nach Russland und probiert unseren Donut "Pishki": super lecker!

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Volontärin · Deutsche Schule Sankt Petersburg
22.02.2026
2 Min.

Ich lebe in St. Petersburg und gehe hier zur Schule. Heute möchte ich euch von einer Spezialität meiner Heimat erzählen, die viel mit euren Donuts zu tun hat. Sie heißt Pishki und glaubt mir, alleine ihretwegen ist St. Petersburg eine Reise wert.

Unsere Pishkis: Ich habe diese hier für euch in einem Café in St. Petersburg fotografiert (Foto: privat)

Pishki haben die Form eines Rings und sehen für Besucherinnen oft wie Donuts aus. Beide Gebäcke schmecken süß, doch Pishki fühlen sich leichter an und bekommen Puderzucker, der beim Essen kleine Wolken bildet. Jede Portion kommt frisch aus der Pfanne. Viele Familien hier lieben dieses Gebäck, weil es nach einem alten Rezept entsteht, das sich seit Jahrzehnten kaum verändert.

Ein Ort mit langer Geschichte

Der bekannteste Pishki-Laden trägt den Namen Leningradskije Pishki und steht in der Bolschaya Konnuschennaja Straße 25. Das Gebäude gehört zur deutsch-französischen reformatorischen Kirche und verbreitet eine besondere Atmosphäre. Dort riecht alles nach warmem Teig, Zucker und Kaffee. Die Menschen kommen oft schon früh am Morgen und stellen sich an, weil die Schlange fast nie endet.

Die alte Maschine

Im Jahr 1958 arbeiteten überall in der Stadt die klassischen Pishki-Maschinen. Eine dieser Maschinen läuft noch heute. Sie surrt, summt und wirft die Teigringe direkt ins heiße Fett. Viele moderne Maschinen in anderen Läden produzieren Pishki mit anderem Geschmack, doch diese alte Maschine liefert weiterhin das Original, das viele Großeltern schon als Kinder liebten.

Der Laden wirkt wie ein Ort aus einer anderen Zeit. An den Tischen sitzen Menschen, die Kopfrechnen üben, weil sie den Preis ohne Taschenrechner ausrechnen. Die Verkäuferinnen schneiden ihre Servietten aus dünnem Papier, so wie vor siebzig Jahren. Im Raum hängen Geschichten über berühmte Schachspieler, denn früher befand sich dort ein Klub, in dem auch José Raúl Capablanca und Emanuel Lasker Partien spielten.

Meine Empfehlung

In Europa erscheinen Pishki selten. In Österreich tauchen sie in Städten wie Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck auf. Einige russische Geschäfte verkaufen dort süße Teigringe, die an St. Petersburg erinnern. Der Geschmack fällt oft weicher aus, weil jedes Geschäft eigene Zutaten nutzt. Viele Gäste freuen sich trotzdem über warmen Teig und den Duft von frischem Zucker.Probiert Pishki mit dem Hauskaffee. Der Kaffee kommt mit Kondensmilch und schmeckt wunderbar zu dem warmen Gebäck. Wenn ihr einmal in St. Petersburg seid, erlebt ihr an diesem Ort eine süße Tradition, die unsere Stadt seit vielen Jahrzehnten prägt. Ich finde aber, St. Petersburg ist schon wegen der Pishki eine Reise wert.






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