Bis 2050 werden in der Pflege beziehungsweise in der Betreuung aufgrund von Pensionierungen und der demografischen Entwicklung knapp 200.000 Personen an zusätzlichem Personal benötigt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Pflegepersonalbedarfsprognose der Gesundheit Österreich (GÖG).
Stellen wir die derzeitige Zahl der abgeschlossenen Ausbildungen im engeren Pflegebereich und den Bedarf bis 2050 gegenüber, ergibt sich eine "Lücke" von rund 2.000 bis 3.000 Personen pro Jahr. Das ist enorm. Warum fehlen so viele PflegerInnen?
Harter Job
Die Arbeit in der Pflege ist alles andere als einfach. Sie ist körperlich anstrengend, da häufig Menschen bewegt werden müssen oder sie stundenlang auf den Beinen sind. Auch emotional ist der Beruf belastend, denn Pflegekräfte erleben Krankheit, Leid und manchmal den Tod ihrer Patienten hautnah.
Hinzu kommen Zeitdruck, Schichtarbeit und Personalmangel, die den Alltag zusätzlich erschweren. Pflegekräfte müssen trotzdem professionell bleiben, freundlich sein und ruhig reagieren, auch in stressigen Situationen.
Zusammenarbeit und Verantwortung
Im Pflegeberuf ist Teamarbeit besonders wichtig. Pflegekräfte müssen sich mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Ärzten und anderen Fachkräften abstimmen, damit die Versorgung der Patienten reibungslos funktioniert. Gleichzeitig tragen sie eine große Verantwortung, da Fehler schwerwiegende Folgen für die Menschen haben können, die auf ihre Hilfe angewiesen sind.
Ausbildung und Gehalt
Die Ausbildung in der Pflege dauert in der Regel drei Jahre und vermittelt theoretisches Wissen ebenso wie praktische Fähigkeiten. Das Einstiegsgehalt variiert je nach Bundesland meist zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat, kann aber mit Erfahrung, Weiterbildung und Schichtzulagen steigen. Trotz der oft harten Arbeit zeigt sich die Bedeutung der Pflege besonders in einer alternden Gesellschaft, in der der Bedarf an Fachkräften stetig wächst.
Pflege ist ein Beruf, der viel Verantwortung, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert. Trotz aller Belastungen kann er sehr erfüllend sein, da man direkt anderen Menschen hilft und ihre Lebensqualität verbessert. Die Arbeit der Pflegekräfte ist ein wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft, auch wenn sie nicht immer genug Anerkennung erhält.
Woher sollen die 200.000 zusätzlichen Pflegerinnen also kommen? Das ist eine Frage, die derzeit niemand so richtig beantworten kann. Größtenteils aus dem Ausland, so viel ist sicher.
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