Perfektion ist overrated: Was ich auf Social Media für das Leben gelernt habe

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Volontärin · BRG Kufstein
3 Kommentare
09.01.2026
2 Min.

Ganz ehrlich: Wir hängen alle viel am Handy. Vielleicht zu viel. Aber irgendwo zwischen TikTok-Rabbit-Holes, Insta-Reels und endlosen Chats tauchen immer wieder Menschen auf, die wirklich etwas zu sagen haben. Leute, die nicht nur coolen Content machen, sondern auch zum Nachdenken bringen. Von einigen dieser digitalen Vorbilder habe ich tatsächlich Dinge gelernt, die mir im echten Leben helfen, nicht nur online.

Das Handy ist ein täglicher Begleiter unseres Lebens geworden. Aber es hat nicht nur negative Seiten: Wir können auch einiges lernen. (Foto: Pixabay)

Ich dachte immer, ich müsste überall up-to-date sein. Neue Trends? Sofort checken. Neue Nachrichten? Direkt antworten. Dann erzählte eine Creatorin, dass sie feste „Off-Zeiten“ hat. Erst fand ich’s komisch, dann habe ich’s ausprobiert.

Und wow: Nach einer Stunde ohne Handy war mein Kopf plötzlich nicht mehr so überfüllt. Ich habe gemerkt, wie viel Stress eigentlich von diesem ständigen „online sein“ kommt. Pausen sind nicht nur okay, sie sind wichtig, damit man nicht untergeht.

Perfekt ist meistens Fake

„Glaub nicht alles, was du siehst." Ja, diesen Satz kennen wir. Aber erst als ein YouTuber mal seine unbearbeiteten Fotos gezeigt hat, habe ich wirklich kapiert, wie viel Inszenierung dahintersteckt.

Das hat mir voll den Druck genommen. Wenn ich jetzt durch Instagram scrolle und Leute mit perfekten Körpern, perfekten Zimmern und perfekten Leben sehe, erinnere ich mich daran: Das meiste ist vorbereitet, gefiltert und manchmal komplett gespielt. Und das macht meinen Alltag irgendwie wieder normaler.

Grenzen setzen ist Selbstschutz

Eine Streamerin sagte mal: „Nur weil jemand dir schreibt, heißt das nicht, dass du sofort reagieren musst.“ Und das hat mich getroffen, positiv. Ich hab’s ausprobiert: Nachrichten später beantworten, unfaire Kommentare ignorieren, nervige Kontakte blockieren. Und weißt du was? Es ist, als würde man sein eigenes digitales Zimmer aufräumen. Man fühlt sich plötzlich wohler und hat mehr Kontrolle über das, was an einen herangetragen wird.

Perfektion ist overrated

Viele der Leute, denen ich folge, haben mit schlechter Kamera, wackligen Videos oder zehn Followern angefangen. Einer meinte sogar: „Wenn dir dein erster Post nicht peinlich ist, hast du zu spät angefangen.“ Das hat mich voll motiviert. Ich habe gemerkt, dass Kreativität nicht aus Perfektion entsteht, sondern aus dem Mut, überhaupt etwas zu machen. Ob Zeichnungen, kleine Clips, Texte oder Fotos, das Wichtigste ist, dass man anfängt. Der Rest kommt später.

Fehler machen dich besser

Ich liebe Creatoren, die offen zugeben, dass nicht alles glatt läuft. Einer erzählte, wie er monatelang an etwas gearbeitet hat, was am Ende keiner mochte. Statt sich zu schämen, hat er erklärt, was er daraus gelernt hat. Das hat mich total beruhigt. Fehler sind kein Weltuntergang. Sie sind eigentlich wie ein Update: nervig, aber danach funktioniert alles ein bisschen besser. Seitdem bin ich viel lockerer, wenn mal etwas nicht klappt.

Das Internet kann anstrengend sein, klar. Aber es kann auch richtig inspirierend sein, wenn man den richtigen Leuten folgt. Von meinen digitalen Vorbildern habe ich gelernt, bewusster online zu sein, weniger auf perfekte Fassaden reinzufallen, mutiger zu starten und mir selbst mehr zuzutrauen.

Und vielleicht hilft dir ja einer dieser Punkte genauso wie mir. Denn manchmal braucht es nicht einen Lehrer oder ein Buch, sondern einfach jemanden im Internet, der ehrlich sagt, wie’s wirklich ist.

 






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