„Mama, ich will auch Çay!“ Mein kleiner Bruder wartet geduldig, bis der Tee in seinem Glas etwas abgekühlt ist. Sobald meine Mutter trinkt, möchte auch er einen Schluck. Bei uns ist das ganz normal. Çay gehört einfach zu unserem Alltag.
In meiner Familie trinkt eigentlich jeder türkischen Tee. Egal, wo wir wohnen, zu Hause wird immer Çay gemacht. Wir trinken ihn zum Frühstück, zu Snacks und Nachspeisen, nach dem Abendessen und sogar auf langen Autofahrten. Ungefähr dreimal am Tag machen wir eine ganze Teekanne.
Beim Frühstück darf Çay natürlich nicht fehlen. Wir trinken ihn meistens zu Weißbrot mit Menemen, Sucuk, Ei oder etwas Warmem, das wir gekocht haben. Ein Frühstück, bei dem es nur Obst oder Aufstriche gibt, haben wir fast nie.
Auch wenn wir Snacks oder Nachspeisen essen, trinken wir oft Çay dazu. Nach dem Abendessen gibt es bei uns auch gerne Tee. Bei langen Autofahrten darf er ebenfalls nicht fehlen. Wenn wir lange mit dem Auto fahren, nehmen wir heißes Wasser und Tee mit. Dann trinken wir unseren Çay im Auto oder machen eine Pause bei einer Tankstelle und trinken dort einen.
In der Türkei merkt man auch, wie wichtig Çay im Alltag ist. In manchen Restaurants oder Cafés bekommt man sogar kostenlos Çay angeboten. Es gibt dort Menschen, die extra dafür zuständig sind, Çay zu bringen. Sie gehen zum Beispiel mit einem Tablett herum und fragen die Leute, ob sie Çay möchten. So wird Tee auch außerhalb von zu Hause sehr oft getrunken.
Jeder trinkt seinen Çay anders
Obwohl wir alle gerne Çay trinken, mag jeder in meiner Familie seinen Tee ein bisschen anders.
Mein Vater trinkt seinen Çay ohne Zucker. Er trinkt ungefähr 8 Gläser am Tag. Er benutzt aber die größeren Gläser mit Henkel und nicht die normalen kleinen Çay-Gläser.
Meine Mutter trinkt ungefähr 10 normale Çay-Gläser am Tag. Sie trinkt also sehr viel Tee und manchmal sogar mehr Tee als Wasser.
Ich trinke ungefähr 2 große Gläser am Tag. In jedes Glas gebe ich ungefähr 1,5 Teelöffel Zucker. Meine Schwester trinkt ungefähr 4 Gläser am Tag und gibt in jedes Glas ungefähr 1 Teelöffel Zucker.
Mein anderes Schwester trinkt ungefähr ein Glas Çay am Tag. Sie trinkt lieber Kaffee statt Tee. Wenn sie Tee trinkt, gibt sie ungefähr 1 Teelöffel Zucker hinein.
Meine Oma trinkt ihren Çay gerne mit Zitrone. Sie gibt ungefähr eine halbe Zitrone in ihren Tee.
Auch mein kleiner Bruder mag Çay sehr gerne. Wenn meine Mutter Tee trinkt, wartet er, bis sie ihn ein bisschen abkühlen lässt. Dann möchte er auch davon trinken. Bei uns fängt das also schon sehr früh an.
Bei uns gibt es auch große Unterschiede beim Zucker. Mein Vater trinkt seinen Tee ohne Zucker, ich gebe ungefähr 1,5 Teelöffel hinein und meine Schwester ungefähr einen. Wenn man mehrere Gläser mit Zucker trinkt, kommt am Ende ziemlich viel Zucker zusammen.
Aber ist Çay eigentlich gesund?
Schwarzer Tee enthält Koffein. Koffein kann uns wacher machen. Wenn man sehr viel Tee trinkt, bekommt man natürlich auch mehr Koffein.
Wissenschaftler haben untersucht, ob schwarzer Tee gut für den Körper sein kann. Einige Studien zeigen mögliche Vorteile. Das heißt aber nicht, dass Tee automatisch gesund ist oder dass man so viel Tee trinken kann, wie man möchte.
Es gibt auch etwas Interessantes über Eisen. Schwarzer Tee kann dazu führen, dass der Körper Eisen schlechter aufnimmt, wenn man ihn direkt zum Essen trinkt. Das finde ich bei uns besonders interessant, weil wir unseren Çay meistens direkt beim Frühstück trinken.
Auch beim Trinken von Wasser gibt es etwas zu beachten. Meine Mutter trinkt zum Beispiel sehr viel Çay und manchmal mehr Tee als Wasser. Tee ist zwar auch Flüssigkeit, aber Wasser ist trotzdem wichtig und sollte auch genug getrunken werden.
Was ich über Çay denke
Ich finde das Thema interessant, weil Çay bei uns fast überall dazugehört. Wir trinken ihn beim Frühstück, zu Snacks und Nachspeisen, nach dem Abendessen und sogar bei langen Autofahrten. Jeder in meiner Familie mag seinen Tee ein bisschen anders.
Auch in der Türkei ist Çay ein wichtiger Teil vom Alltag. Erst wenn man einmal genauer darauf achtet, merkt man, wie normal Tee für uns ist und wie viel wir eigentlich jeden Tag davon trinken.
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