Mal vorneweg, ich habe das Glück, meist gerecht benotet zu werden. Meine Leistungen werden gesehen und auch als solche behandelt, aber das ist nicht bei allen Leuten so.
Das Benotungssystem und seine Probleme
Bei vielen meiner Mitschüler kann ich beobachten, wie ihre Bemühungen nicht in Betracht gezogen werden. In den meisten Fächern scheinen verschiedene Teilnoten auch unterschiedlich viel wert zu sein. Vor allem in Fremdsprachen, wo unsere Mitarbeit eigentlich am wichtigsten sein sollte, da es darum geht, sprechen zu lernen, wird sie oft nicht in Betracht gezogen, und in manchen Fällen auch nur, wenn sie richtig ist. Egal, wieviele zusätzliche Mitarbeitsplus, die sogar mitgeschrieben werden, man sich abholt, die Note ist dann doch nur der Durchschnitt der Schularbeitsnoten und der letzten Wiederholung. Ich kann nicht behaupten, dass das fair ist.
Vor allem im Fach Englisch hatten wir immer wieder dieses Problem. 2 und 4 mit guter Mitarbeit und 3 und 5 mit schlechter Mitarbeit ergeben doch nicht dieselbe Halbjahresnote, oder? Auch nach Lehrerwechseln wieder dasselbe: eine Mitschülerin bekam grundlos auch nach bestandener §5-Prüfung eine negative Note ins Zeugnis, obwohl ihr davor versichert worden was, dass dies nicht passieren könnte.
Ist unser System von Grund auf fehlerhaft?
Nun, meiner Meinung nach ist das alles nicht ganz klar. Zwar sind einige Aspekte positiv, aber ich finde, ein neuer Zugang zu Schulnoten würde uns nicht schaden. Vor allem in Nebenfächern könnte eine Art Punktesystem hilfreich sein. Wir haben ein solches in Physik, und es hatte einen positiven Einfluss auf unsere Noten. Außerhalb muss es ein klareres System der Benotung in Sprachen geben, dass eingehalten werden muss. Denn ja, am Jahresbeginn wird die Leistungsbeurteilung ausgeschickt und unterschrieben, aber viele Lehrkräfte halten sich nicht daran, wogegen wir jetzt noch nicht wirklich etwas unternehmen können.
Lehrkräfte führen oftmals Dinge durch, die sie an und für sich nicht dürfen. Beispielsweise ignorieren sie das Recht der SchülerInnen auf Paragraf-5-Prüfungen oder gestalten individuelle Wiederholungen mit dem gleichen Gewicht völlig verschieden wir als SchülerInnen sollten das Recht darauf haben, fair, gleich und vor allem übersichtlich benotet zu werden.
Und ja, viele Lehrer tun dies auch. Zwar ist kein Mensch komplett objektiv, aber manche scheinen sich aufgrund von persönlichen Gefühlen den SchülerInnen gegenüber nicht mal zu bemühen, was für alle Beteiligten schlecht ist. Und das ist unheimlich schade, da Lehrpersonen den gesamten weiteren Pfad der Schulkinder formen.
Fazit
Notenvergebung kann also gar nicht immer vollständig fair sein. Trotzdem sollten sich die Verantwortlichen besser um Gerechtigkeit bemühen.
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