Ich sitze im Klassenzimmer, es ist voll still und alle schreiben. Neben mir höre ich ein leises Rascheln. Ich schau kurz rüber und sehe, wie sich ein Mitschüler schnell so ein kleines weißes Päckchen unter die Oberlippe schiebt. Ganz unauffällig, als wäre das voll normal. Keiner sagt was. Kein Rauch, kein Geruch, man merkt es eigentlich gar nicht. Aber ich denk mir nur: Macht er das jetzt wirklich im Unterricht?
Nikotin-Kick ganz ohne Rauch
Snus und Nikotinbeutel verwenden viele Jugendliche, auch wenn es oft nicht sofort auffällt. Das liegt daran, dass kein Rauch entsteht und kein Geruch wahrnehmbar ist. Viele Jugendliche legen einen Beutel einfach unter die Oberlippe und lassen ihn dort für eine gewisse Zeit.
So funktioniert das Ganze: In den Beuteln befindet sich Nikotin, das die Schleimhaut im Mund aufnimmt und in den Körper transportiert. Nach kurzer Zeit zeigt sich eine Wirkung im Kopf, zum Beispiel ein leichtes Kribbeln, Schwindel oder ein „Kick“-Gefühl. Nikotin wirkt direkt auf das Gehirn und beeinflusst dort Stoffe, die kurzzeitig für ein angenehmes Gefühl sorgen können.
Warum nutzen Jugendliche Snus?
Jugendliche greifen aus verschiedenen Gründen zu Snus. Ein wichtiger Grund ist Gruppendruck, also dass Freunde es ebenfalls verwenden und der Wunsch besteht, dazuzugehören. Außerdem spielt Social Media eine große Rolle, weil Snus dort manchmal gezeigt wird und dadurch normal oder sogar „cool“ wirkt.
Manche Jugendliche nutzen es auch wegen Stress in der Schule oder glauben, dass es hilft, sich besser zu konzentrieren. Ein weiterer Grund ist die Unauffälligkeit, denn Jugendliche können es überall benutzen, ohne dass es jemand bemerkt.
Snus gibt es oft in verschiedenen Stärken oder „Stufen“, meist von Stufe eins bis Stufe sechs. Stufe eins ist sehr schwach, man spürt nur ein leichtes Kribbeln oder fast nichts, besonders beim ersten Mal.
Mit höheren Stufen wird die Wirkung stärker. Ab Stufe drei oder vier treten Schwindel, starker Kick oder Unwohlsein auf, wenn keine Gewöhnung besteht. Die stärksten Stufen, wie fünf oder sechs, sind intensiv und führen bei vielen ohne Erfahrung schnell zu Übelkeit oder starkem Schwindel. Wenn du die Stufen vier, fünf oder sechs nimmst, wird es unangenehm sein.
Verwendung von Snus in der Schule
In vielen Schulen verwenden Jugendliche Snus heimlich, weil es so unauffällig ist. Manche nutzen es während des Unterrichts oder in den Pausen auf der Toilette, ohne dass es sofort auffällt. Genau das macht es für viele „praktisch“, obwohl die Schule es verboten oder zumindest nicht erlaubt hat.
Trotzdem verwenden viele Jugendliche Snus oft im Verborgenen, weil sie es leicht verstecken können und es schnell wirkt. Zum Beispiel sehe ich manchmal Mädchen auf der Toilette, die Snus verwenden. Sehr oft liegen die Beutel am Boden in der Schule.
Viele Jugendliche berichten, dass der Geschmack nicht immer angenehm ist, auch wenn es Sorten wie Minze oder Frucht gibt. Vor allem am Anfang treten Übelkeit oder Schwindel auf, weil der Körper das Nikotin nicht gewohnt ist. Trotzdem verwenden manche Jugendliche Snus weiter, weil sie sich an die Wirkung gewöhnen oder sogar abhängig werden.
Gefahren und Abhängigkeit durch Snus
Das Problem ist, dass viele Jugendliche unterschätzen, wie schnell eine Abhängigkeit entstehen kann. Auch wenn es harmlos wirkt, ist Nikotin eine starke Substanz, die besonders im jugendlichen Gehirn wirkt, das sich noch entwickelt. Snus ist deshalb so verbreitet, weil Jugendliche es leicht bekommen und im Alltag kaum auffällt.
Also wenn ihr mich fragt, wie es ist und so weiter, weiß ich es nicht, weil ich es nie probiert habe und werde es auch wahrscheinlich nie. Bitte vermeidet den Fehler, den viele Jugendliche machen.
Kommentare