Letzte Woche hatte ich richtig viel Stress in der Schule. Ich musste für eine Mathe-Schularbeit lernen, gleichzeitig eine Italienisch-Vokabelüberprüfung vorbereiten und noch ein 20-minütiges Textiltechnologie-Referat halten. Vor allem für die Schularbeit und das Referat habe ich sehr viel Zeit investiert und hatte kaum noch Luft für irgendetwas anderes. Genau solche Wochen zeigen mir, dass der Schulalltag oft total unübersichtlich und stressig geplant wird.
In Österreich haben Jugendliche viele Rechte, vom Wahlrecht bis zum Recht auf Sicherheit. Aber wenn ich mir ein Recht wünschen dürfte, wäre es das Recht auf mehr Mitbestimmung in der Schule. Häufig werden Entscheidungen über den Stundenplan oder Prüfungstermine getroffen, ohne dass Schüler*innen gefragt werden. Wir sind es, die die Konsequenzen tragen, und wir wissen oft selbst am besten, wann etwas realistisch machbar is
Der Ball liegt bei den Lehrkräften
Wenn Lehrer*innen uns in die Planung von Prüfungen oder Stundenplänen einbeziehen würden, könnte viel Stress vermieden werden. Pausen ließen sich sinnvoller einteilen – an meiner Schule gibt es nachmittags keine festen Pausen. Viele aus meiner Klasse sind dann schon total müde und denken nur noch daran, wann der Unterricht endlich vorbei ist. Dadurch leiden Konzentration und Motivation, und die Lehrkräfte merken schnell, dass alle unkonzentriert sind.
Es geht mir nicht darum, alles zu bestimmen oder Prüfungen zu umgehen. Es geht darum, ernst genommen zu werden, mitgestalten zu dürfen und nicht ständig unter Druck zu stehen. Wenn unsere Stimmen gezählt würden, wäre die Schule ein viel angenehmerer Ort. Pausen, Prüfungen und Lernphasen könnten fairer verteilt werden, das Schulklima würde besser, und gleichzeitig hätten viele Schüler*innen wieder mehr Spaß am Lernen und könnten bessere Leistungen zeigen.
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