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Nicht perfekt, aber okay – mein Umgang mit Stress

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Volontär · borg Linz
26.03.2026
2 Min.

Stress fühlt sich für mich oft so an, als würde alles gleichzeitig passieren, und ich komme einfach nicht hinterher. Vor allem in der Schule gibt es Momente, in denen mein Kopf komplett voll ist und ich mich total unter Druck setze. Aber ich habe mit der Zeit gelernt, dass schon kleine Dinge helfen können, wieder runterzukommen – auch wenn es nicht immer perfekt läuft.

 

Viele Gedanken und Stimmen die im Kopf sich aufstauen und Überforderung und Stress erzeugen (Foto: Pixabay )

In zehn Minuten beginnt der Mathematik-Test. Ich sitze im Klassenzimmer, mein Heft liegt vor mir, doch ich starre nur darauf. Um mich herum reden alle durcheinander, jemand lacht, jemand fragt noch schnell nach einer Formel. Ich nehme das alles wahr, aber gleichzeitig auch nicht. Mein Herz schlägt schneller als sonst, meine Hände sind leicht feucht, und in meinem Kopf herrscht Chaos. Warum habe ich das gestern nicht noch besser gelernt? Was, wenn ich alles vergesse? Wenn ich gestresst bin.

So fühlt sich Stress für mich an. Mein Kopf ist voll, ich werde nervös und gereizt. Vor allem in der Schule passiert das oft, wenn viele Aufgaben gleichzeitig anstehen oder ich das Gefühl habe, ich muss unbedingt gut sein. Ich mache mir den Druck manchmal auch selbst, ohne dass jemand von außen etwas erwartet.

Wie ich mit Stress umgehe

In stressigen Momenten reagiere ich oft. Früher versuchte ich, den Stress zu ignorieren, und trotzdem weiterzumachen. Das hat meistens nicht funktioniert. Heute halte ich eher kurz inne. Manchmal atme ich bewusst ein und aus oder schaue kurz aus dem Fenster, um meinen Kopf zu beruhigen.

Was mir hilft, ist Bewegung. Ein kurzer Spaziergang nach der Schule oder einfach mal rausgehen bewirkt viel. Außerdem schreibe ich mir oft alles auf, was ich erledigen muss. Wenn ich alles nur im Kopf habe, wirkt es schlimmer. Auf Papier sieht es machbarer aus.

Die Bedeutung von Gesprächen

Reden statt alles in sich hineinzufressen: Ich habe festgestellt, dass es hilft, mit anderen darüber zu sprechen. Wenn ich Freunden oder meiner Familie erzähle, dass ich gestresst bin, fühlt es sich leichter an. Oft merken andere dann, dass sie dasselbe empfinden.

Warum ich so mit Stress umgehe: Früher wollte ich alles perfekt machen und setzte mich unter Druck. Mittlerweile versuche ich, mir selbst mehr Verständnis zu geben. Ich sage mir, es ist in Ordnung, nicht immer alles perfekt zu schaffen.

Akzeptanz statt Perfektion

Nicht perfekt, aber okay. Das reicht manchmal schon. Stress gehört dazu, doch es ist möglich, besser damit umzugehen. Für mich sind es oft die kleinen Dinge, durchatmen, rausgehen, reden oder aufschreiben.


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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Medizinische Universität Graz.

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